Aktuelles

Psychische Probleme

Jeder dritte Europäer hat psychische Probleme. Das zeigen Daten aus allen 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie der Schweiz, Norwegen und Island.
© mauritius images

Mo. 05. September 2011

Psychische Probleme: Jeder dritte Europäer betroffen

Ob Depressionen, Angst, Schlafprobleme oder Demenz: 38 Prozent der europäischen Bevölkerung leiden jedes Jahr unter einer psychischen Krankheit. Das ergab eine groß angelegte, dreijährige Studie der Universität Dresden.

Anzeige

Hinzu komme, dass nur ein Drittel der Betroffenen die benötigten Therapien und Medikamente erhalte. "Und die wenigen Patienten, die behandelt werden, bekommen ihre Therapie oft verspätet", ergänzt Studienautor Professor Dr. Hans-Ulrich Wittchen vom Institut für Klinische Psychologie und Psychotherapie der Technischen Universität Dresden. Außerdem sei die Therapie selten an den Patienten angepasst und oft auch nicht auf dem neuesten medizinischen Stand.

In der Studie wurden Daten aus allen 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie der Schweiz, Norwegen und Island zusammengetragen. Es wurden Betroffene aller Altergruppen untersucht: Vom zweijährigen Säugling bis zum Über-65-Jährigen. Wittchen und seine Kollegen erfassten dabei über hundert Krankheiten. Zusätzlich zu den 38 Prozent der Einwohner, die an psychischen Störungen leiden, sind weitere Millionen Menschen in der EU von neurologischen Erkrankungen wie Schlaganfall, Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose betroffen.

Die Studienautoren meinen, dass psychische Krankheiten und andere mentale Leiden die größte gesundheitliche Herausforderung im 21. Jahrhundert geworden seien. Sie bemängelten, dass die Pharmaunternehmen sich aber gleichzeitig immer weniger in der Forschung jener Leiden engagieren würden.

FH

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Arbeitsweg: Pendeln belastet die Psyche

Ein langer Weg zum Arbeitsplatz geht oft mit psychischen Erkrankungen einher.

Masern: Viele Kinder sind nicht geschützt

Neue Zahlen zeigen, dass es in Deutschland immer noch Nachholbedarf gibt.

Lieber krank werden als zum Impfen?

Beim Thema Impfen haben viele Eltern riskante Wissenslücken.

Väter bleiben häufiger beim kranken Kind

Der Anteil an Vätern, die mit ihrem Kind zu Hause bleiben, hat sich seit 2007 verdoppelt.

Senioren: Angst vor Alzheimer ist groß

Mehr als jeder zweite Senior fürchtet sich vor dem Gedächtnisverlust.

NAI vom 15.4.2018: Heuschnupfen

Im Titelbeitrag der aktuellen Neuen Apotheken Illustrierten dreht sich alles um Heuschnupfen.

Hausapotheke regelmäßig ausmisten

Abgelaufene Medikamente sind oft nicht mehr wirksam.

Lesertelefon: Parkinson-Therapie

Experten klären zum Welt-Parkinson-Tag über die Behandlung der Krankheit auf.

Stress: Jeder Zweite fürchtet Burn-out

Viele Arbeitnehmer fühlen sich durch Termindruck und Überstunden sehr gestresst.

Kassen zahlen bald Vierfach-Impfstoff

Dieser kann der Grippe besser vorbeugen als der bislang häufig verwendete Dreifach-Impfstoff.

2017: Über 2200 Behandlungsfehler

Gutachter haben für das vergangene Jahr 2.213 ärztliche Behandlungsfehler bestätigt.

Junge Menschen erwarten Antibiotika

Auch bei einer Erkältung erwarten viele, dass ihr Arzt ein Antibiotikum verordnet.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Anzeige

Signia geht im April auf Innovationstour

ABDAUnglaublich, was ein Hörgerät heute alles kann. Nicht mehr nur Medizinprodukt, sondern kleines Technikwunder. Erleben Sie die Innovationen rund um das Thema Hören im April live in Ihrer Stadt.

Lesen Sie hier mehr!

Anzeige

Service

Zum NAI-Gewinnspiel Zum NAI-Portal

Themenspecial: Besser hören

Frau mit Hut im GrünenIm Themenspecial Besser hören nennt aponet.de die besten Tipps und viel Wissenswertes, wie sich Tinnitus und Hörschäden vermeiden lassen und wie man ein schlechtes Gehör ausgleichen kann.

Alle weiteren Specials in der Übersicht finden Sie hier.

Wissen

Arzneimitteldatenbank

Informationen zu Arzneimitteln, Beschwerden oder Wirkstoffen.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen