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Mann mit zerbrochener Zigarette

Endlich geschafft: Als Nichtraucher tut man nicht nur sich selbst, sondern auch der Gesellschaft einen Gefallen.
© Benjamin Thorn - Fotolia

Do. 29. September 2011

Nichtrauchen lohnt sich – auch für den Staat

Rauchverzicht hat Vorteile für den Staat: Die Einsparungen in den Gesundheitsausgaben übertreffen die Verluste durch die entgangene Tabaksteuer. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung, die im Fachblatt The Lancet veröffentlicht wurde. Dabei sei der Effekt strengerer Regulierungen des Tabakkonsums nicht – wie oft angenommen – erst nach Jahrzehnten messbar, sondern zeige sich schon nach wenigen Jahren.

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Tabakkonsum ist für etwa ein Sechstel aller nicht-infektiösen Erkrankungen weltweit verantwortlich, darunter Krebserkrankungen, die etwa 60 Prozent aller Todesfälle ausmachen. Obschon die gesundheitlichen Vorteile strengerer Rauchergesetze allgemein anerkannt sind, hält sich laut den Autoren des Artikels der hartnäckige Irrglaube, dass am Beginn solcher Maßnahmen auf finanzieller Seite die Verluste durch die entgangene Tabaksteuer weit schwerer wiegen als die Einsparungen in den Gesundheitsausgaben. Diese würden erst nach Jahrzehnten messbar werden.

Das stimmt so nicht, stellten nun die Wissenschaftler der University of California in San Francisco, USA, klar: Im amerikanischen Bundesstaat Arizona etwa gingen die Krankenhauseinweisungen aufgrund von Asthma bereit im Jahr nach Einführung strenger Nichtrauchergesetze mit Rauchverboten in Bars, Restaurants und am Arbeitsplatz um 22 Prozent zurück. In Schottland gab es eine Abnahme um 13 Prozent bei den Krankenhauseinweisungen wegen kindlichen Asthmas.

In den ersten 15 Jahren nach Einführung der strengen Rauchverbote gab der amerikanische Bundesstaat Kalifornien 1,4 Milliarden Dollar für Anti-Raucher-Programme aus. Durch den Rückgang des Tabakverkaufs entgingen ihm zusätzlich 3,1 Milliarden Dollar an Tabaksteuer. Im gleichen Zeitraum aber sanken die Ausgaben im Gesundheitssystem um 86 Milliarden Dollar. Zudem würde das Geld, das die Menschen nicht mehr für Tabak ausgäben, durch andere Ausgaben in die Wirtschaft einfließen. Dazu hat eine Studie in Bangladesh eine interessante Rechnung aufgemacht: Wenn die Bangladesher nur 69 Prozent des Geldes, das sie momentan für Tabak ausgeben, in Nahrung investierten, würden 10,5 Millionen Bangladesher weniger unter Mangelernährung leiden.

KK

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