Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Pflegeheime: Zu viele alte Menschen fixiert

Aktuelles

Pfleger hilft altem Mann

Fixierungen, die theoretisch zum Schutz der Heimbewohner vor gefährlichen Stürzen gedacht sind, haben oft einen gegenteiligen Effekt.
© Barmer GEK

Mo. 01. August 2011

Pflegeheime: Zu viele alte Menschen fixiert

Viele alte Menschen in Pflegeheimen würden unnötigerweise fixiert. Das meint die bayerische Justizministerin Beate Merk und will nun eine Kampagne gegen diese Fixierung starten.

Anzeige

In Deutschland gab es 2010 etwa 98.000 Genehmigungen zur Fixierung alter Menschen in Pflegeheimen. Laut Beate Merk (CSU) eine "zu hohe Zahl". Denn die Fixierungen, die theoretisch zum Schutz der Heimbewohner vor gefährlichen Stürzen gedacht sind, haben oft einen gegenteiligen Effekt. In der Praxis sind sie eine Fesselung an Bett oder Rollstuhl. Und das mit ernsten Folgen: Die Betroffenen liegen sich wund oder leiden unter Muskelabbau, Inkontinenz, Herz-Kreislauf-Problemen oder seelischen Erkrankungen. Im schlimmsten Fall können die Gefesselten sterben, wenn sie sich strangulieren.

Die CSU-Politikerin will nun die Zahl der angeordneten Fixierungen reduzieren. Sie setzt sich für den "Werdenfelser Weg" ein und will ihm mit einer Kampagne zu mehr Bekanntheit verhelfen. Bei diesem Modell suchen alle Beteiligten - Justiz, örtliche Behörden, Pflegeheim und Angehörige - gemeinsam eine Alternative zur Fixierung. Denn oft reicht anstelle der Gurte schon ein niedrigeres Bett oder eine dicke Matte vor dem Bett. Das Modell wurde im Landkreis Garmisch-Partenkirchen entwickelt und hat zu einer Verringerung der gerichtlich genehmigten Fixierungen um mehr als zwei Drittel geführt.

FH

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Was die Deutschen für 2018 planen

Junge Erwachsene nehmen sich vor, häufiger auf das Smartphone zu verzichten.

Zuzahlungsbefreiung für 2018 beantragen

Hier können Sie berechnen, ob Sie im nächsten Jahr Rezeptgebühr zahlen müssen.

Gesundheit: Wie gut sind Sie informiert?

Viele Deutsche wissen offenbar zu wenig über Antibiotika, Geschlechtskrankheiten & Co.

Zeitschriften in der Apotheke beliebt

Viele Patienten schätzen dieses kostenlose Service-Angebot vieler Apotheke.

Apotheker sammeln für Hilfsprojekte

In vielen Apotheken werden derzeit Spenden für notleidende Menschen gesammelt.

NAI vom 1.12.2017: Feiertage genießen

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten lesen Sie „Die 22 besten Tricks gegen Feiertagsstress“.

Experten befürworten HIV-Selbsttest

Aktuell wissen tausende Deutsche noch nichts von ihrer Infektion. Das soll sich ändern.

Großbritannien: Viagra bald rezeptfrei

Voraussetzung dafür ist eine ausführliche Beratung in der Apotheke.

Große Wissenslücken bei Depressionen

Viele glauben, dass Schokolade ein gutes Mittel sei, um die Krankheit zu behandeln.

Krebs: Viele Patienten trifft es zweimal

Häufig ist ein anderes Organ betroffen als bei der ersten Krebserkrankung.

Wo die meisten HIV-Patienten leben

In Jahr 2016 haben sich etwa 3.100 Menschen in Deutschland neu mit HIV infiziert.

Krebs-OP: Viele Todesfälle vermeidbar

Viele Patienten sterben zu früh, weil sie in Kliniken operiert werden, die zu wenig Erfahrung mit Krebs-OPs haben.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen