Aktuelles

Krankenkassen sparen Geld.

Krankenkassen im Plus: Das Arzneimittel-Sparpaket wirkt, sagt die Bundesregierung.
© Tobias Kaltenbach - Fotolia

Di. 06. September 2011

Krankenkassen erwirtschaften Überschuss

Die gute wirtschaftliche Entwicklung und die gesunkenen Ausgaben für Arzneimittel haben der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im ersten Halbjahr 2011 einen Überschuss von rund 2,4 Milliarden Euro beschert. 2010 waren es im gleichen Zeitraum nur 0,11 Milliarden Euro gewesen. Auch der Gesundheitsfonds weist in den ersten sechs Monaten 2011 ein Plus aus, und zwar in Höhe von knapp 0,46 Milliarden Euro. Insgesamt ergibt sich damit laut Bundesgesundheitsminis­terium ein Überschuss von rund 2,9 Milliarden Euro in der ersten Hälfte dieses Jahres.

Anzeige

Im ersten Halbjahr 2011 nahmen die Kassen insgesamt 91,7 Milliarden Euro ein und gaben etwa 89,3 Milliarden Euro aus. Die Allgemeinen Ortskrankenkassen verzeichneten einen Überschuss von 971 Millionen Euro, die Ersatzkassen von 954 Millionen Euro. Es folgten die Betriebskrankenkassen mit 221 Millionen Euro, die Innungskassen mit 156 Millionen und die Knappschaft-Bahn-See mit 98 Millionen Euro Plus.

Die positive Entwicklung bei den Kassenfinanzen resultiert auf der Ausgabenseite vor allem aus der günstigen Entwicklung bei den Kosten für Medikamente. So sanken die Ausgaben für Arzneimittel um 6,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Das Arzneimittel-Sparpaket, das die Bundesregierung im vergangenen Jahr auf den Weg gebracht hat, wirkt", resümiert das Bundesgesundheitsministerium in einer Pressemitteilung. Im weiteren Jahresverlauf sei allerdings nicht mehr mit Ausgabenrückgängen in dieser Größenordnung zu rechnen.

Bei fast allen anderen Leistungen stiegen die Ausgaben der GKV: Die Krankenhausbehandlungen, die den größten Posten der GKV-Aufwendungen ausmachen, legten um 4,6 Prozent je Versichertem zu. Die Ausgaben für Ärzte stiegen um 2,3 Prozent pro Versichertem. Insgesamt wuchsen die Ausgaben der Kassen um 2,8 Prozent je Versichertem; Schätzungen hatten bei 4,3 Prozent gelegen. Für die zweite Jahreshälfte rechnet das Ministerium mit einer weniger günstigen Entwicklung, da die Ausgaben der Kassen im ersten Halbjahr erfahrungsgemäß immer niedriger seien.

mj/PZ

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kopfairbag anstatt Fahrradhelm?

Ein Kopfairbag wird um den Hals getragen und bläst sich bei einem Aufprall auf.

So gelingt der Start in die Rente

Im Themenspezial der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie, wie Sie sich auf die neue Lebensphase vorbereiten können.

FSME: Jetzt noch impfen lassen

Viele Teile Deutschlands gehören mittlerweile zu Risikogebieten.

Nach Herzinfarkt zurück in den Job?

In fast allen Fällen ist das möglich, sogar bei körperlich schwerer Arbeit.

Was steckt hinter chronischem Husten?

Manchmal liegt die Ursache nicht in den Atemwegen oder der Lunge.

Kinder: Gentest zeigt Risiko für Depression

Der Test zeigt auch, in welchem Alter die Erkrankung auftreten könnte.

Testament selbst verfassen?

Wer keinen Notar damit beauftragen möchte, muss einige wichtige Dinge beachten.

Tipps zum Umgang mit Wirkstoffpflastern

In der Packungsbeilage sind oft nicht alle wichtigen Hinweise aufgelistet.

Kinderwunsch bleibt oft unerfüllt

Viele Frauen in Europa haben weniger Kinder, als sie sich eigentlich wünschen.

Beweg Dich: So gut ist Sport

Im Themenspezial der Neuen Apotheken Illustrierten erfahren Sie, warum Bewegung so wichtig ist.

Neue Fälle von Tollwut in New York

Seit Beginn des Jahres wurden sechs Tollwutinfektionen bei Tieren bestätigt.

Wer arm ist, stirbt häufig früher

Auch in Deutschland gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Einkommen und der Lebenserwartung.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen