Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Religiöses Fasten im Islam

Aktuelles

Muslim beim Gebet

Vom kommenden Montag an bis zum 29. August ist Ramadan. Gläubige Muslimen nehmen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang keine Speisen und Getränke zu sich.
© Eray - Fotolia

Fr. 29. Juli 2011

Ramadan: Religiöses Fasten erfordert besonderen Gesundheitsschutz

Am 1. August beginnt für Muslime der Fastenmonat Ramadan. Dabei nehmen sie zwischen Sonnenauf- und Sonnenuntergang keine Speisen und Getränke zu sich. Speziell bei schwerer körperlicher Arbeit im Hochsommer kann es durch das Fasten zu Konzentrationsstörungen kommen.

Vom kommenden Montag an bis zum 29. August ist es den Gläubigen von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang untersagt, jegliche Arten von Speisen oder Flüssigkeiten zu sich zu nehmen. In der Sommerzeit sind das oft bis zu 15 Stunden am Tag. Die Folgen sind Konzentrationsstörungen und Wassermangel. "Vor allem der Verzicht auf Flüssigkeiten hat Auswirkungen auf das Wohlbefinden und den Gesundheitsschutz", so Dr. Wolfgang Panter, Präsident des Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW).

Anzeige

In Deutschland leben und arbeiten immer mehr Menschen islamischen Glaubens, von denen sich viele an das Fastengebot zu Ramadan halten. Das bietet Anlass, sich intensiver als bisher sowohl mit ihren sozialen Bedürfnissen als auch den Glaubensregeln zu befassen. Dr. Panter: "Unternehmen, die Muslime beschäftigen, sollten diesen Mitarbeitern das Einhalten des Fastens ermöglichen, ohne dass es zu Beeinträchtigungen kommt." Dabei sei jedoch zu bedenken, dass zum Beispiel Menschen, die an gefährlichen Maschinen arbeiten, sich und andere durch fastenbedingte Konzentrations- oder Kreislaufschwäche gefährden könnten.

Obwohl der Ramadan eine der fünf Säulen des Islam ist, muss das Fasten nicht in jedem Fall eingehalten werden. Die Gebote und auch Verbote der Religion haben immer dann zurückzutreten, wenn es im Konfliktfall um die Gesundheit oder sogar die Lebenserhaltung geht. So dürfen zum Beispiel Personen, denen aus gesundheitlichen Gründen vom Fasten abzuraten ist, alternativ einen Bedürftigen mit Speisen versorgen oder die versäumten Fastentage zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.

VDBW

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Valsartan: Apotheker oder Arzt kontaktieren

Präparate mit dem vom Rückruf betroffenen Wirkstoff müssen evtl. neu verordnet werden.

Handy am Steuer: unterschätzte Gefahr

Viele Autofahrer halten Handys am Steuer für harmlos.

Arthritis: Frühe Kontrollen wichtig

Eine neue Leitlinie fordert, die Wirksamkeit der Erstbehandlung früher zu kontrollieren.

Valsartan: EU-weiter Rückruf gestartet

Bestimmte Chargen des Blutdrucksenkers Valsartan werden zurückgerufen.

Jeder Zweite geht frühzeitig in Rente

Häufig scheiden Beschäftigte mit körperlich belastenden Berufen vorzeitig aus.

Jedes zweite Elternteil ist zu dick

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Bewegung in vielen Familien deutlich zu kurz kommt.

Viele Deutsche gehen auch krank zur Arbeit

Damit schaden sie nicht nur ihrer eigenen Gesundheit, sondern auch dem Unternehmen.

NAI vom 1.7.2018: Neue Arzneimittel

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um die neusten Arzneimittel.

Frauen haben immer Medikamente bei sich

Vier Medikamente haben Frauen im Schnitt in ihrer Handtasche griffbereit.

Viele Arzneien erfordern Beratung

Jedes dritte Medikament erfordert eine intensive Beratung durch den Apotheker.

Lieferprobleme: Ibuprofen wird knapp

Bei dem beliebten Schmerzmittel droht aktuell ein Lieferengpass.

Flugbegleiter haben häufiger Krebs

Flugpersonal ist über den Wolken diversen Risiken ausgesetzt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen