Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Schweinegrippe endgültig vorbei

Aktuelles

Arzt impft Frau; Schweinegrippe, Impfung, Impfstoff

Auf dem Höhepunkt der Schweinegrippe war Impfstoff rar und die Nachfrage von Ärzten groß. Die Apotheker verwalteten den Mangel bestmöglich.
© KKH-Allianz

Do. 01. September 2011

Apothekerkammer schließt das Kapitel Schweinegrippe ab

Das Impfstoff-Bestandsportal, welches zu Zeiten der Schweinegrippe im Oktober 2009 eingerichtet wurde, um die Verteilung des Schweinegrippe-Impfstoffs zu gewährleisten, wurde abgeschaltet. Damit ist ein Kapitel beendet, das für die Apotheker viel Arbeit bedeutete, häufig zu Frust führte aber gleichzeitig die Bedeutung der flächendeckenden und wohnortnahen Versorgung der Apotheken aufgezeigt hat.

In einer Meldung der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg zur Schweinegrippe vom 11. November 2009 hieß es: "Die Nachfrage von Ärzten nach Impfstoff ist in den Apotheken innerhalb der letzten Woche enorm angestiegen und kann derzeit nicht erfüllt werden."

Anzeige

Nur kurze Zeit später war der Versorgungsengpass überwunden und es wurde Kritik an der zu viel bestellten Menge Impfstoff laut. Die Apotheker haben, als die Nachfrage groß und das Angebot klein war, den Mangel bestmöglich verwaltet. In einem extra eingerichteten Portal auf der Homepage der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg trugen diejenigen Apotheker, die eine der raren Lieferungen des Impfstoffes erhalten hatten, ihre Bestände ein. Nicht belieferte Apotheken konnten so vorhandene Bestände in anderen Apotheken suchen.

Die knappen Mengen an Impfstoff wurden nur in Großgebinden ausgeliefert, was für eine flächendeckende Versorgung der Bevölkerung ungeeignet ist. In aufwendigen Lieferungen verteilten die Apotheker den Impfstoff und gewährleisteten so, dass der Impfstoff dort ankam, wo er gebraucht wurde. Für diese aufwendige Arbeit wurden die Apotheken nicht honoriert.

Genauso wenig wurden die Apotheken für die Lagerung des Impfstoffs honoriert. In vielen Apotheken lagert er bis heute. Die Apotheken waren die ganze Zeit über gewappnet für den Fall, dass der Impfstoff noch benötigt wird. Da der Impfstoff Landeseigentum ist, darf dieser erst nach Ablauf des Verfallsdatums durch die Apotheken entsorgt werden – übrigens auch dies ohne eine Form der Entschädigung. Nach Kenntnis der Kammer läuft der letzte Impfstoff Ende September 2011 ab.

LAK BW


Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wie sicher sind Bluttransfusionen?

Ab 2019 soll Spenderblut auch auf Hepatitis-E-Viren getestet werden.

Obst und Gemüse landen zu oft im Müll

Im Schnitt verschwendet jeder Europäer jährlich 14 Kilo Obst und Gemüse.

Tropische Zecken in Deutschland gefunden

Ein gefundenes Exemplar trug den Erreger des Zecken-Fleckfiebers in sich.

Geld zurück mit dem Grünen Rezept

Viele Krankenkassen erstatten die Kosten für rezeptfreie Medikamente.

Doping beim Fitness: Auch Frauen betroffen

Immer mehr Sportler nehmen herzschädigende Medikamente ein, um ihre Fitness zu verbessern.

Bauch-OP: Sterberate hängt von Klinik ab

Experten fordern, dass der Eingriff nur in zertifizierten Kliniken durchgeführt werden sollte.

Hitzschlag: Kein Paracetamol & Co

Fiebersenkende Medikamente sollten besser nicht eingenommen werden.

Teenager: Vorsorge J1 ist unbeliebt

Nur etwa jeder zweite Teenager nutzt die kostenlose Jugendgesundheitsuntersuchung.

Hitze im Büro macht vielen zu schaffen

Auch klimatisierte Räume empfinden viele als störend, wie eine Umfrage zeigt.

NAI vom 1.8.2018: Es liegt was in der Luft

Im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um Insekten, Pollen und erhöhte Ozonwerte.

Check-up 35: Künftig nur noch alle 3 Jahre

Dafür soll die Vorsorgeuntersuchung umfassender werden.

Hitze: Frauen leiden stärker als Männer

Fast jedem Zweiten macht die anhaltende Hitzewelle gesundheitlich zu schaffen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen