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Im Seniorenbüro

Das Seniorenbüro berät ältere Menschen über ehrenamtliche Hilfen, die ihren Alltag erleichtern.
© Werner Heiber - Fotolia

Do. 21. Juli 2011

Mehr als 250 Seniorenbüros in Deutschland

Seniorenbüros engagieren sich für ältere Menschen und fördern gleichzeitig Potenziale, die Senioren mitbringen. "Zum Beispiel über das ehrenamtliche Engagement", sagt Martin Berner, Geschäftsführer des Bürgerinstituts in Frankfurt am Main."

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Das Ehrenamt bleibt nicht das einzige Thema der Seniorenbüros. Berner: "Wir bieten zum Beispiel einen Beratungsservice für altersgerechtes Wohnen an, denn viele Senioren möchten so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Darüber hinaus unterstützen wir die Angehörigen von Demenzkranken." Beim Projekt 'Wohnen für Hilfe' bieten ältere Menschen jüngeren Menschen eine Unterkunft. Das Besondere ist, dass die Miete nicht mit Geld, sondern in Form von Hilfsleistungen abgegolten wird. Die Faustregel: eine Stunde Hilfe im Monat für einen Quadratmeter Mietraum.

Jung und alt: Das funktioniert zum Beispiel auch im Seniorenbüro der Stadt Ettlingen. Es bietet eine "Taschengeldbörse" an. Es sammelt Anfragen von Hilfe suchenden älteren Bürgern und leitet sie an das örtliche Jugendzentrum weiter. Dieses schickt Jugendliche los, die für ein kleines Taschengeld mit anfassen: beim Rasenmähen, Einkaufen und anderen Dienstleistungen. Das Ettlinger Seniorenzentrum ist "ein Ort gelebter Mitmenschlichkeit, wo die Menschen Dinge selbst in die Hand nehmen", freut sich die Oberbürgermeisterin Gabriela Büssemaker. Die Politikerin macht aber deutlich, dass dies nicht ohne die richtige Infrastruktur und die Anerkennung der ehrenamtlichen Arbeit funktionieren würde.

"Das Alter hat den Makel von Krankheit zwar verloren. Aber auch die fitten Alten kommen irgendwann in eine Phase, in der sie nicht mehr alles tun können, was sie einmal gerne gemacht haben", weiß Berner. "Hier sehe ich einen großen Bedarf für die Zukunft. Dabei können ihnen Seniorenbüros helfen."

Viele Seniorenbüros gehen auf ein Modellprogramm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zurück. Anfang der 90er-Jahre wurden daraufhin 44 Seniorenbüros gegründet. Heute gibt es in Deutschland mehr als 250 dieser Einrichtungen.

PEF

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