Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Umckaloabo: Nebenwirkungen melden

Aktuelles

Apothekenszene

Wenn beim Gebrauch von Umckaloabo oder anderen Arzneimitteln Nebenwirkungen wie Hautausschlag auftreten, sollten Patienten ihren Arzt oder Apotheker darüber informieren.
© ABDA

Di. 02. August 2011

Umckaloabo: Nebenwirkungen an Arzt oder Apotheker melden

Umckaloabo ist ein rezeptfreies pflanzliches Medikament, das gegen Bronchitis eingesetzt wird. Wirkstoff ist ein Wurzelextrakt der südafrikanischen Kapland-Pelargonie. Derzeit gibt es Hinweise darauf, dass es als Nebenwirkung zu Leberschäden kommen könnte.

Anzeige

"Leberschäden zeigen zu Beginn keine eindeutigen Symptome. Deshalb sollten Patienten verstärkt auf Hautausschlag, Juckreiz oder unspezifische Schmerzen im oberen Bauch achten und mit dem Arzt oder Apotheker darüber sprechen", sagt Prof. Dr. Martin Schulz, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der Deutschen Apotheker (AMK). "Der Zusammenhang mit einem Arzneimittel muss nicht gesichert sein, der Verdacht reicht aus." Umckaloabo sollte grundsätzlich nicht angewendet werden bei einer erhöhten Blutungsneigung, bei schweren Leber- und Nierenerkrankungen oder wenn gerinnungshemmende Medikamente eingenommen werden.

Die AMK will zusammen mit der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) Patienten dafür sensibilisieren, auf Nebenwirkungen zu achten und über diese mit dem Arzt oder Apotheker zu sprechen. Patientenberichte über mögliche Nebenwirkungen leiten Apotheker an die AMK, Ärzte an die AkdÄ weiter. Beide Kommissionen arbeiten eng mit den zuständigen Bundesbehörden zusammen.

Im deutschen Spontanmeldesystem sind insgesamt 145 Verdachtsberichte unerwünschter Arzneimittelwirkungen von Umckaloabo erfasst (Stand: Anfang Juni 2011). Aufgrund des Fehlens anderer erkennbarer Ursachen geht die AkdÄ von einem "wahrscheinlichen Kausalzusammenhang" mit Umckaloabo aus.

ABDA

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Valsartan: Apotheker oder Arzt kontaktieren

Präparate mit dem vom Rückruf betroffenen Wirkstoff müssen evtl. neu verordnet werden.

Handy am Steuer: unterschätzte Gefahr

Viele Autofahrer halten Handys am Steuer für harmlos.

Arthritis: Frühe Kontrollen wichtig

Eine neue Leitlinie fordert, die Wirksamkeit der Erstbehandlung früher zu kontrollieren.

Valsartan: EU-weiter Rückruf gestartet

Bestimmte Chargen des Blutdrucksenkers Valsartan werden zurückgerufen.

Jeder Zweite geht frühzeitig in Rente

Häufig scheiden Beschäftigte mit körperlich belastenden Berufen vorzeitig aus.

Jedes zweite Elternteil ist zu dick

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass Bewegung in vielen Familien deutlich zu kurz kommt.

Viele Deutsche gehen auch krank zur Arbeit

Damit schaden sie nicht nur ihrer eigenen Gesundheit, sondern auch dem Unternehmen.

NAI vom 1.7.2018: Neue Arzneimittel

In der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um die neusten Arzneimittel.

Frauen haben immer Medikamente bei sich

Vier Medikamente haben Frauen im Schnitt in ihrer Handtasche griffbereit.

Viele Arzneien erfordern Beratung

Jedes dritte Medikament erfordert eine intensive Beratung durch den Apotheker.

Lieferprobleme: Ibuprofen wird knapp

Bei dem beliebten Schmerzmittel droht aktuell ein Lieferengpass.

Flugbegleiter haben häufiger Krebs

Flugpersonal ist über den Wolken diversen Risiken ausgesetzt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen