Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik Volkskrankheit Bewegungsschmerzen

Aktuelles

Mann hält sich den Rücken

Jeder hat sie, und jeder will sie so schnell wie möglich wieder loswerden: Rückenschmerzen.
© Robert Kneschke - Fotolia

Mo. 24. Oktober 2011

Viele Deutsche leiden unter Schmerzen des Bewegungsapparats

Schmerzen am Bewegungsapparat sind die Volkskrankheit schlechthin – das zeigt eine aktuelle repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts F&S Medienservice. Alle 1.005 Befragten leiden an Gelenk-, Muskel- und Rückenschmerzen, fast zwei Drittel sogar wöchentlich. Dagegen wenden sie eine Vielzahl an Behandlungs- und Vorsorge-Maßnahmen an. Mehr als jeder Dritte der Betroffenen holt sich Akut-Hilfe aus der Apotheke, vor allem in Form von schmerzlindernden Tabletten oder Gels.

8 von 10 Befragten (81 Prozent) gaben an, an Rückenschmerzen zu leiden – ein Phänomen, das auf veränderte Lebensgewohnheiten mit wenig Bewegung und Fehlhaltungen zum Beispiel am Arbeitsplatz zurückzuführen ist. Genauso wie bei Gelenkschmerzen, die fast jeder Zweite (47 Prozent) erleidet, ist es hierbei wichtig, Schonhaltungen zu vermeiden und den Körper in Bewegung zu bringen. Anders ist die Lage bei Muskelschmerzen, von denen etwa jeder Dritte der Befragten (31 Prozent) betroffen ist: Bei Verletzungen oder Zerrungen ist Schonung das Mittel der Wahl.

Anzeige

Fast zwei Drittel (63 Prozent) der Befragten haben wöchentlich mit Schmerzen am Bewegungsapparat zu kämpfen, die Hälfte (31 Prozent) davon sogar jeden Tag. Kein Wunder, dass die Befragten eine Vielzahl an möglichen Behandlungsalternativen angaben: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) schwören auf Hausmittel wie Wärmflasche, Eisbeutel und Co., dabei deutlich mehr Frauen als Männer. 36 Prozent machen Entspannungs- oder Gymnastik-Übungen und 38 Prozent treiben Sport. 27 Prozent der Befragten wenden sich bei Bewegungsschmerzen direkt an einen Arzt; 36 Prozent holen sich Hilfe aus der Apotheke.

Wenn Hausmittel und Bewegung beziehungsweise Schonung den Schmerz nicht abklingen lassen, empfehlen Experten, ihn mit Arzneimitteln zu behandeln, die es in vielen Varianten in der Apotheke gibt. Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) bevorzugt diese in Tablettenform, 33 Prozent wenden lieber Gels an.

Eine wichtige Maßnahme ist es, langfristig Bewegungsschmerzen durch aktive Vorsorge zu vermeiden. Dessen sind sich auch die Befragten bewusst: Während Frauen vor allem darauf achten, sich im Alltag viel zu bewegen (61 Prozent gegenüber 48 Prozent bei den Männern) oder auf eine gesunde Ernährung zu achten (38 Prozent gegenüber 28 Prozent), versuchen Männer vor allem Übergewicht zu vermeiden (46 Prozent gegenüber 42 Prozent bei den Frauen) oder treiben Sport (35 Prozent gegenüber 31 Prozent). Gerade einmal 9 Prozent der Befragten betreibt keine Vorsorge gegen Bewegungsschmerzen.

3K Kommunikation

* Online-Umfrage der F&S Medienservice GmbH, repräsentativ in der Altersgruppe 18-55 in der BRD (vgl. Mikrozensus 2009), 32. Woche, 1.005 Befragte.

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kinderkliniken müssen häufiger schließen

Viele Kliniken sind unterfinanziert und es fehlt an Arbeitskräften.

Jeder Vierte hat Angst vor Bienen

Fakten und Mythen rund um Bienen, Wespen, Hornissen und andere Insekten.

Wie sicher sind Bluttransfusionen?

Ab 2019 soll Spenderblut auch auf Hepatitis-E-Viren getestet werden.

Obst und Gemüse landen zu oft im Müll

Im Schnitt verschwendet jeder Europäer jährlich 14 Kilo Obst und Gemüse.

Tropische Zecken in Deutschland gefunden

Ein gefundenes Exemplar trug den Erreger des Zecken-Fleckfiebers in sich.

Geld zurück mit dem Grünen Rezept

Viele Krankenkassen erstatten die Kosten für rezeptfreie Medikamente.

Doping beim Fitness: Auch Frauen betroffen

Immer mehr Sportler nehmen herzschädigende Medikamente ein, um ihre Fitness zu verbessern.

Bauch-OP: Sterberate hängt von Klinik ab

Experten fordern, dass der Eingriff nur in zertifizierten Kliniken durchgeführt werden sollte.

Hitzschlag: Kein Paracetamol & Co

Fiebersenkende Medikamente sollten besser nicht eingenommen werden.

Teenager: Vorsorge J1 ist unbeliebt

Nur etwa jeder zweite Teenager nutzt die kostenlose Jugendgesundheitsuntersuchung.

Hitze im Büro macht vielen zu schaffen

Auch klimatisierte Räume empfinden viele als störend, wie eine Umfrage zeigt.

NAI vom 1.8.2018: Es liegt was in der Luft

Im Titelbeitrag der aktuellen Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten geht es um Insekten, Pollen und erhöhte Ozonwerte.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen