Sie sind in: Startseite Aktuelles Aus Gesellschaft und Politik WHO-Bericht zur geistigen Gesundheit

Aktuelles

Depressive Frau

Laut WHO leiden 25 Prozent der Weltbevölkerung irgendwann in ihrem Leben einmal unter einer seelischen Störung.
© Benicce - Fotolia

Di. 11. Oktober 2011

Psychische Krankheiten: Weltweit Nachholbedarf bei der Behandlung

Jeder vierte Mensch weltweit leidet in seinem Leben mindestens einmal an einer seelischen oder geistigen Erkrankung. Ärzte und helfende Einrichtungen sind aber sehr unterschiedlich verteilt. Das zeigt ein aktueller Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Die Autoren des Reports berichten von der großen Belastung, die die seelischen und geistigen Erkrankungen verursachen. Zugleich gäbe es wenig Mittel, die Krankheiten zu behandeln und ihnen vorzubeugen. In Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen erhielten vier von fünf Patienten nicht die Hilfen, die sie benötigten.

Anzeige

Weiterhin wurden mangelnde Investitionen in diesem Sektor des Gesundheitsbereichs beobachtet. Global gesehen werden durchschnittlich 2 Dollar pro Person pro Jahr ausgegeben. In armen Ländern sind es gerade einmal 0,25 Dollar.

Etwa die Hälfte der Menschheit lebt in Ländern, in denen auf einen Psychiater durchschnittlich 200.000 Menschen kommen. Zum Vergleich: In reichen Ländern gibt es für 200.000 Menschen etwa 17 Psychiater. Bei der ambulanten Patientenversorgung ist der Unterschied noch deutlicher: In Staaten mit hohem Einkommen gibt es sie 58 Mal häufiger als in armen Ländern.

Fast ein Viertel der Patienten, die stationär therapiert werden, bleibt länger als ein Jahr in der Klinik. Zeitgleich verzeichnete die WHO in den Jahren 2005 bis 2011 weltweit eine leichte Abnahme der Anzahl an Krankenhausbetten, die für Patienten mit psychischen Krankheiten vorgesehen sind – unabhängig vom Einkommen des Landes.

Für ihren aktuellen Bericht hat die Weltgesundheitsorganisation Daten aus 184 ihrer Mitgliedsstaaten zusammengetragen. Die damit erfassten Menschen repräsentieren 98 Prozent der Weltbevölkerung.

FH

Gesellschaft und Politik

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

„Apotheker müssen zusammenhalten“

Ein Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Medikamente bleibt oberstes Ziel der Apotheker.

Mehr Angestellte in weniger Apotheken

Das geht aus dem Apothekenwirtschaftsbericht 2017 des Deutschen Apothekerverbands hervor.

Weniger Kinder gegen Masern geimpft

Experten weisen anlässlich der Europäischen Impfwoche auf heikle Impflücken hin.

Jürgen Marcus tritt nie wieder auf

Eine Lungenerkrankung zwingt ihn, sich aus dem Musikgeschäft zurückzuziehen.

Arzneimittelausgaben mindern die Steuer

Wer Gesundheitskosten in der Steuererklärung angibt, kann evtl. Steuern sparen.

Tetesept ruft Hustensaft zurück

In eine Charge des Produkts können möglicherweise Glassplitter geraten sein.

Apotheken-Notdienst zu Ostern 2017

Auf aponet.de erfahren Sie, welche Apotheke in Ihrer Nähe an den Feiertagen geöffnet hat.

Wahl 2017: Apotheker legen Kernthesen vor

Deutschlands Apotheker haben ein Positionspapier zur Bundestagswahl veröffentlicht.

Tablettensucht ist weit verbreitet

In Deutschland sind sogar mehr Menschen von Medikamenten abhängig als von Alkohol.

Wie Bewegung bei Parkinson hilft

Durch gezieltes Training lernen Patienten, mit der Krankheit besser umzugehen.

Höhenkrankheit: Sportler gesucht

Für eine Studie werden Läufer und Mountainbiker gesucht, die den Ki­li­ma­nja­ro besteigen.

Jeder zehnte Raucher stirbt an seiner Sucht

Eine globale Studie zeigt die fatalen Folgen des Tabakkonsums.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen