Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Fisch senkt das Risiko für Alzheimer

Aktuelles

Forelle auf dem Teller.

Wöchentlich mindestens ein Fischgericht senkt das Alzheimer-Risiko.
© FIZ

Sa. 03. Dezember 2011

Fisch senkt das Risiko für Alzheimer

Menschen, die wöchentlich gebackenen oder gegrillten Fisch essen, senken dadurch ihr Risiko für Hirnleistungsstörungen bis hin zur Alzheimer-Krankheit. Aber nicht jede Zubereitungsart ist gleich gut geeignet.

Anzeige

An der Studie, die auf dem Jahrestreffen der Radiologischen Gesellschaft Nordamerikas vorgestellt wurde, nahmen 260 Menschen teil. Von diesen aßen 163 regelmäßig jede Woche zwischen einem und viermal Fisch. Zu Beginn und noch einmal nach zehn Jahren wurde mittels Magnetresonanzspektroskopie bei den Teilnehmern ermittelt, welches Volumen die graue Substanz ihres Gehirns hatte. Die graue Substanz besteht aus Nervenzellkörpern und liegt meist in den äußeren Bereichen des Gehirns, der Hirnrinde. Diese Bereiche sind ein entscheidender Faktor, um die Hirngesundheit einzuschätzen. Wenn ihr Volumen abnimmt, deutet das darauf hin, dass Hirnzellen schrumpfen.

Es zeigte sich, dass sich der wöchentliche Fischkonsum positiv auf das Volumen der grauen Substanz auswirkt. Das führt dazu, dass das Risiko der Fischesser, in den nächsten fünf Jahren Gedächtnisstörungen oder Alzheimer zu bekommen, nur noch ein Fünftel so hoch ist wie das der "Fisch-Verächter", sind die Studienautoren überzeugt. "Wer Fisch isst, stärkt dadurch die Nervenzellen in der grauen Substanz, denn sie werden größer und gesünder", sagte Dr. Cyrus Raji einer der Studienleiter vom medizinischen Zentrum der Universität Pittsburgh, USA. Das mache seiner Aussage nach das Hirn widerstandsfähiger gegen Alzheimer. Allerdings gelingt diese Alzheimer-vorbeugung nur mit gebackenem oder gegrilltem Fisch. Bei Menschen, die gebratenen oder frittierten Fisch vorziehen, konnten die Wissenschaftler keine Risikosenkung feststellen.

RF

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Rauchstopp durch höhere Preise?

Wenn Zigaretten teurer werden, würden mehr Menschen mit dem Rauchen aufhören.

Babys: Schadet antibakterielle Seife?

Mütter können den Stoff Triclocarban (TCC) offenbar auf ihr Baby übertragen.

Schützt die Pille vor Rheuma?

Wer mit der Pille verhütet, hat ein geringeres Risiko für chronische Gelenkentzündungen.

“Serienmarathon” beeinflusst Schlaf

Exzessives Serienschauen sorgt mitunter für schlaflose Nächte.

Warum teurer Wein besser schmeckt

Verantwortlich dafür ist das Gehirn, das uns beim Probieren einen Streich spielt.

Wie Feinstaub der Gesundheit schadet

Verschmutzte Luft belastet den Stoffwechsel und begünstigt Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Schädigt Cannabis die Gefäße?

Durch Marihuana erhöht sich das Risiko, an den Folgen von Bluthochdruck zu sterben.

Beeinflusst das Wetter Gelenkschmerzen?

Es besteht offenbar ein anderer Zusammenhang als bislang vermutet.

Alkohol schädigt das junge Gehirn

Junge Menschen, die viel Alkohol trinken, zeigen Entwicklungsrückstände.

Halten Haustiere Kinder gesund?

Eine neue Studie kommt zu einem überraschenden Ergebnis.

Wer sich einsam fühlt, stirbt früher

Soziale Isolation ist für die Gesundheit sogar gefährlicher als Übergewicht.

Yoga lindert Depressionen

Viele Studien belegen, dass Yoga der Psyche gut tut.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen