Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Risiko Wochenende im Krankenhaus

Aktuelles

Patient wird vom Notarzt ins Krankenhaus eingeliefert.

Wer an Wochenenden ins Krankenhaus kommt, muss Abstriche in der Behandlung in Kauf nehmen, sagen Wissenschaftler aus Großbritannien.
© Techniker Krankenkasse

Di. 29. November 2011

Gefährliche Wochenenden im Krankenhaus

Das Wochenende im Krankenhaus zu verbringen, kann gefährlich sein. Das haben Experten in Großbritannien herausgefunden. Ihren Untersuchungen zufolge versterben bis zu 10 Prozent mehr Patienten am Wochenende im Krankenhaus als in der Woche.

Anzeige

In ihrer Arbeit erfassten die Forscher in Zusammenarbeit mit dem britischen Gesundheitsministerium die Todesfälle in Krankenhäusern. Während die Sterberate von Patienten in der Woche zwischen 7,2 und 7,4 Prozent lag, kletterte sie an Samstagen und Sonntagen auf 8,1 Prozent – eine Steigerung um 10 Prozent.

Natürlich würden zum Wochenende auch mehr Patienten aus Pflegeeinrichtungen oder dem häuslichen Umfeld in Krankenhäuser eingeliefert, bei denen der Tod unausweichlich sei. Hauptgrund für den Anstieg sei aber die geringere Personaldichte in Krankenhäusern am Wochenende und der eingeschränkte Zugang zu diagnostischen Untersuchungen. Ein Kernproblem sei auch, dass an Wochenenden eher unerfahrene Ärzte ihren Dienst leisten würden.

Da fast jedes Krankenhaus in Großbritannien am Wochenende mehr Todesfälle zu verzeichnen hatte als in der Woche, fordern die Experten die Krankenhausführungen dazu auf, sicherzustellen, dass Patienten zu jedem Zeitpunkt durch einen erfahrenen Arzt behandelt werden könnten. Auch Patientenvertreter betonen, dass Patienten einen Anspruch auf eine sichere und effektive Versorgung haben – unabhängig vom Wochentag.

KK

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Blutverdünner ohne Nebenwirkung

Gerinnungshemmer erhöhen normalerweise das Risiko für unerwünschte Blutungen.

Entzündungshemmer gegen Covid-19?

Ärzte geben Patienten mit Schuppenflechte, Darm- und Gelenkerkrankungen eine Entwarnung.

Demenzrisiko zeichnet sich früh ab

Gewisse Faktoren wie Übergewicht wirken sich schon bei Teenagern auf das Risiko für Demenz aus.

Der Ursprung von SARS-CoV-2

Das Virus zirkuliert offenbar schon seit Jahrzehnten unbemerkt in Fledermäusen.

Grippeimpfung gegen Alzheimer

Gewisse Impfungen schützen nicht nur vor Infektionen, sondern eventuell auch vor Alzheimer.

Antikörper könnten Fehlgeburt auslösen

Forscher wollen ein Medikament entwickeln, um diesen Antikörper zu hemmen.

Was essen bei zu hohem Blutdruck?

Ein wenig Fleisch und Milchprodukte schaden nicht, wie eine neue Studie zeigt.

Wer glücklich ist, wird seltener krank

Eine aktuelle Studie zeigt: Zufriedene Menschen sind seltener krankgeschrieben.

Schwangerschaft ist keine Schonzeit

Ärzte raten Schwangeren, sich täglich mindestens eine halbe Stunde zu bewegen.

Pflanzliches Eiweiß verlängert das Leben

Je häufiger Hülsenfrüchte, Nüsse & Co auf dem Speiseplan stehen, desto besser.

Fasten bei Brustkrebs-Therapie

Medikamente könnten besser wirken, wenn Frauen eine Fasten-ähnliche Diät befolgen.

Neuer Bluttest erkennt Krebs früher

Großer Zeitgewinn: Bis zu 4 Jahre eher als bisher ließe sich damit Krebs aufspüren.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen