Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Grüner Tee senkt Cholesterin (wenig)

Aktuelles

Frau trinkt Grünen Tee.

Grüner Tee tut gut, hat aber wenig Effekt auf die Blutfette.
© gaai - Fotolia

Sa. 19. November 2011

Grüner Tee senkt Cholesterin (wenig)

Grüner Tee als Getränk oder in Kapseln trägt dazu bei, erhöhte Cholesterin-Werte zu senken. Allerdings ist der Effekt gering, wie eine Übersicht über 20 Studien zu diesem Thema zeigt.

Anzeige

Schon lange ist Grüner Tee als Cholesterinsenker im Gespräch, doch die zahlreichen Studien zu diesem Thema lieferten kein einheitliches Bild. Die vorliegende Übersichtsarbeit sollte Klarheit schaffen. Eine US-amerikanische Forschergruppe suchte sich dazu 20 aktuelle Studien mit insgesamt etwa 1400 erwachsenen Teilnehmern aus, die den Zusammenhang zwischen Grüntee und Blutfetten genauer betrachteten.

Unter dem Strich ergab sich, dass der regelmäßige Genuss von Grünem Tee oder Kapseln mit Grüntee-Extrakt sowohl das Gesamtcholesterin als auch das "böse" LDL-Cholesterin um etwa 5 mg/dl senkte. Bei Gesamtcholesterinwerten weit über 200 mg/dl, bei denen eine Senkung der Werte interessant erscheint, kann man diese Wirkung nur als äußerst gering bezeichnen. Auf andere Blutfette wie das HDL-Cholesterin oder die Triglyceride hatte der Tee dagegen keinen nennenswerten Einfluss.

Die Studienautoren empfehlen Menschen, die bereits Blutfett-senkende Medikamente einnehmen, nicht komplett auf Grünen Tee umzusteigen. Er könne die Medikamente in ihrer Wirkung ergänzen, jedoch nicht ersetzen.

RF

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Kinder: Einmal dick, immer dick?

Kinder, die mit 3 Jahren schon zu viel wiegen, werden später nicht mehr schlank.

Kommt ein Mittel gegen Zöliakie?

Schon bald könnte es ein Präparat geben, das bei Glutenunverträglichkeit hilft.

Psyche: Macht die Uni krank?

Viele Studenten sind gestresst und erschöpft. Frauen leiden besonders unter dem wachsenden Druck.

Diese 5 Lebensmittel senken den Blutzucker

Gewisse Lebensmittel und Gewürze halten den Blutzucker in Schach.

Fluorchinolone bergen große Risiken

Gewisse Antibiotika können schwere und langanhaltende Nebenwirkungen verursachen.

Fibromyalgie: Was ist die Ursache?

Entzündungen im Gehirn könnten für die Schmerzkrankheit verantwortlich sein.

Sterben oder mit HIV leben?

In Südafrika standen Ärzte vor der Entscheidung, einem todkranken Kind die Leber der HIV-positiven Mutter zu übertragen.

Jede zweite Frau erkrankt neurologisch

Demenz, Parkinson oder Schlaganfall: Eine dieser Krankheiten trifft die Hälfte aller Frauen.

Milchprotein hilft bei Chemotherapie

Lactoferrin mildert den metallischen Geschmack, der oft Nebenwirkung einer Chemo ist.

Warum Frauen in die Menopause kommen

Forscher haben eine neue Theorie dazu entwickelt.

Schützt die Pille vor Eierstockkrebs?

Auch neuere Präparate scheinen das Risiko bei jungen Frauen zu senken.

Fraktur führt zu Knochenschwund

Durch einen Bruch - egal wo im Körper - reduziert sich die Knochendichte überall.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen