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Schwangere sollten ihre Schilddrüsenwerte im Blick behalten. Ein Hormonmangel könnte dem Baby schaden.
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Mo. 07. November 2011

Schilddrüsenwerte: In der Schwangerschaft wichtig für Babys Entwicklung

Niedrige Schilddrüsenwerte bei der werdenden Mutter beeinträchtigen die Entwicklung ihres Babys. Dies betrifft vor allem die Entwicklung des Gehirns. Die Folgen zeigen sich schon bald nach der Geburt.

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Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft zu geringe Schilddrüsenwerte aufwiesen, haben ein erhöhtes Risiko für eine verzögerte Sprachentwicklung. Darauf wies Professor Dr. Henning Tiemeier, Erasmus Universität Rotterdam (Niederlande), anlässlich des 11. Europäischen Ernährungskongresses in Madrid hin. "Das sich entwickelnde Kind braucht die Versorgung durch mütterliche Hormone während der gesamten Schwangerschaft, aber ganz besonders während der ersten drei Monate", sagte Tiemeier.

Im Alter zwischen 18 und 30 Monaten kann sich die Entwicklung von Sprache und Ausdruck verzögern. Dies schließt die Bildung von vollständigen Sätzen, die korrekte Verwendung der Grammatik und die Fähigkeit, Geschichten oder Erlebnisse zu erzählen, ein. "Bereits geringe physiologische Veränderungen können die Entwicklung der kindlichen Gesundheit stark beeinflussen", sagte Tiemeier. Über mögliche Eingriffe zu spekulieren, sei es jedoch noch zu früh. Während der Gehirnentwicklung sind Schilddrüsenhormone an der Bildung des sogenannten Hippocampus, der eine große Rolle für das Gedächtnis spielt, und an der Wanderung bestimmter Zellen in die Großhirnrinde, der sogenannten grauen Substanz des Gehirns, beteiligt.

MP

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