Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung WiFi-Laptops gefährden Spermien

Aktuelles

Mann un Frau sitzen vor einem Laptop.

Vorsicht beim kabellos surfen: Nicht nur die Wärmeentwicklung des Laptops auch die WiFi-Strahlung könnte der Fruchtbarkeit des Mannes schaden.
© mauritius images

Do. 01. Dezember 2011

WiFi-Laptops gefährlich für Spermien

Das Laptop auf dem Schoß und kabellos per WiFi-Verbindung ins Internet – für Männer könnte das nach Meinung von Experten aus den USA und Argentinien gefährlich sein. Das zeigen Testergebnisse, die sie im Fachblatt Fertility and Sterility veröffentlicht haben. Spermaproben im Reagenzglas wurden durch die Bestrahlung mit den Radiowellen in diesen Labortests geschädigt.

Anzeige

In der Studie untersuchten die Wissenschaftler Spermaproben von 29 gesunden Männern. Die Proben wurden in zwei Portionen aufgeteilt, von denen jeweils eine direkt neben ein Laptop positioniert wurde, das über ein WiFi-Netzwerk mit dem Internet verbunden war. Nach nur vier Stunden zeigten sich bereits ernstzunehmende Veränderungen: Die Spermien waren nicht mehr so beweglich wie in den Proben, die nicht in der Nähe des Laptops standen. Außerdem zeigten sie Veränderungen in der Erbsubstanz.

Die Experten betonen, dass diese Veränderungen nicht auf der Hitzeinwirkung durch das Laptop zurückzuführen sind. Ebenso betonen sie, dass man die Ergebnisse nicht unbedingt auf das wirkliche Leben übertragen könne. Bereits ejakulierte Spermien, die sich außerhalb des Körpers befinden, reagieren auf viele Faktoren deutlich empfindlicher als Spermien innerhalb des Körpers. Daher ist noch unklar, ob ein Mann seine Spermien wirklich schädigt, wenn er vier Stunden oder länger mit dem Laptop auf dem Schoß im Internet surft. Allein der extremen Hitzeeinwirkung, die ebenfalls die Fruchtbarkeit schädigen kann, wenn sie auf die Hoden trifft, sollten Männer aber darauf verzichten, endlos Zeit mit dem Laptop auf dem Schoß im Internet zu verbringen.

KK

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Asthma: neue Leitlinien geplant

Die Asthmatherapie wird genauer, individueller und flexibler als früher.

Biosensoren spüren Krankheiten auf

Tragbare Sensoren am Körper könnten zur Früherkennung vieler Krankheiten beitragen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Regelmäßige Übungen verbessern die Beweglichkeit und lindern Schmerzen.

Achillessehnenriss: OP nicht immer nötig

Auch eine konservative Behandlung mit abnehmbarem Schuh zeigt gute Ergebnisse.

Rotes Fleisch fördert Darmentzündungen

Mit kleinen Änderungen im Speiseplan lässt sich das Risiko jedoch senken.

Stottern: Hirn schlecht durchblutet

Forscher sind auf der Suche nach der Ursache für die Sprachstörung.

Säureblocker erhöhen die Infektionsgefahr

Magen-Darm-Keime haben es leichter, wenn Medikamente die Magensäure reduzieren.

Hörverlust durch Eisenmangel?

Ein Mangel kann zu Blutarmut führen und weitreichende Folgen haben.

JQ1 lässt Hodenkrebs schrumpfen

Ein neuer Arzneistoff wirkt im Tierversuch bei schwer behandelbaren Krebsformen.

Arzneistoff-Duo dreht Krebs den Saft ab

Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Diabetesmittel Metformin.

Empfindliche Keime trotzen Antibiotika

Eine Art Nachbarschaftshilfe sorgt dafür, dass manche Bakterien überleben.

Teenagerdiäten fordern Familie heraus

Die Diät kann vor allem an Feiertagen diverse Probleme beschwören.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen