Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Bakterien auf der Haut locken Moskitos an

Aktuelles

Junges Paar am Strand

Diese zwei Urlauber scheinen von Stechmücken verschont zu werden. Offensichtlich haben sie die richtigen Bakterien auf der Haut. Denn die Zusammensetzung der natürlichen Hautflora entscheidet darüber, wie attraktiv man für Moskitos ist.
© mauritius images

Fr. 30. Dezember 2011

Moskitos: Stechverhalten hängt von natürlicher Hautflora ab

Die Zusammensetzung der natürlichen Hautflora entscheidet darüber, ob man von Moskitos gestochen wird, oder nicht. Das haben Forscher der Wageningen University in den Niederlanden herausgefunden. Demnach locken die Bakterien, die sich auf unserer Körperoberfläche tummeln, die Stechmücken mehr oder weniger stark an.

Anzeige

Ohne die Bakterien auf unserer Haut wäre unser Schweiß komplett geruchlos. Erst wenn sie die Bestandteile unserer Ausdünstungen zersetzen entsteht der individuelle Körpergeruch, durch den auch stechende Parasiten angelockt werden. Die niederländischen Forscher haben das Stechverhalten der Anopheles-Mücken, die auch die Malaria übertragen, genauer untersucht. Dabei haben sie festgestellt, dass Menschen mit einer größeren Menge Bakterien, aber einer geringeren Vielzahl von Bakterienarten auf ihrer Haut für diese spezielle Stechmücke "attraktiver" waren. Sie wurden häufiger gestochen als Menschen, die zwar eine geringere Anzahl, dafür aber mehr verschiedene Arten von ungefährlichen Hautbakterien trugen.

Ihre Vermutung: die Menschen mit der größeren Artenvielfalt würden wahrscheinlich auch bestimmte Bakterienarten beherbergen, die Stoffe ausscheiden, die die Moskitos vom Stechen abhalten. Die Forscher erhoffen sich von ihren Studien weitere Erkenntnisse darüber, wie man durch die Veränderung der Hautflora Stechmücken von ihrem lästigen Tun abhalten kann, um so die Übertragung gefährlicher Erkrankungen wie etwa der Malaria zu unterbinden.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Tiefe Hirnstimulation lindert Depressionen

Die Therapie zeigt bei schweren, bislang nicht behandelbaren Depressionen gute Erfolge.

Teetrinken schützt vor geistigem Abbau

Wer täglich eine Tasse trinkt, senkt sein Risiko für Demenz deutlich.

Tumore erhöhen das Thrombose-Risiko

Forscher sind der Ursache für diese häufige Komplikation auf den Grund gegangen.

Lässt sich Diabetes rückgängig machen?

Eine Kombination aus drei Maßnahmen könnte das Fortschreiten der Zuckerkrankheit aufhalten.

Herzstillstand durch Schmerzmittel?

Diclofenac und Ibuprofen erhöhen das Risiko deutlich, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder verlängern das Leben

Für ein Elternteil gilt das offenbar besonders, wie eine neue Studie zeigt.

Mobbing hat Folgen für die Gesundheit

Psychischer Stress im Kindesalter erhöht das Risiko für diverse Krankheiten.

Wie viel Sonne braucht der Körper?

Forscher haben ermittelt, wie viel Sonne nötig ist, um genug Vitamin D zu bilden, ohne dabei die Haut zu schädigen.

Trauer hat viele Gesichter

Welche Gefühle bei Hinterbliebenen dominieren, hängt von zwei Faktoren ab.

7 Rücken-Tipps für den Arbeitsalltag

Das Patentrezept lautet: mehr Bewegung. Wie das klappt, lesen Sie hier.

Frauen leiden häufiger unter Allergien

Die Ursache vermuten Forscher in Hormonen - den körpereigenen und denen aus Medikamenten.

Blutdruck-Therapie wird oft vernachlässigt

Viele Patienten nehmen ihre Medikamente nicht richtig ein, wie eine Studie zeigt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen