Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Angehende Ärzte mit Wissenslücken

Aktuelles

Arzt wäscht sich die Hände.

Hygiene wird im Gesundheitswesen großgeschrieben. Ärzte müssen sich deshalb viele Male am Tag die Hände waschen und desinfizieren.
© Tyler Olson - Fotolia

So. 04. Dezember 2011

Händewaschen: Angehende Ärzte mit Hygiene-Wissenslücken

Die Mehrheit der Medizinstudenten hat erschreckende Wissenslücken zum Thema Hand-Hygiene. Eine deutsche Studie, die aktuell im Fachblatt American Journal of Infection Control veröffentlicht wurde, brachte zutage, dass viele nicht sicher sind, wann man sich im Krankenhaus die Hände waschen sollte.

Anzeige

Die Forscher aus Hannover prüften bei 85 Medizinstudenten das Wissen über die richtigen Zeitpunkte zum Händewaschen mittels eines Fragebogens. Die angehenden Ärzte befanden sich im dritten Jahr der Ausbildung, kurz bevor sie zum ersten Mal mit Patienten in Kontakt kommen. Ihnen wurden in dem Fragebogen sieben Szenarien geschildert, und sie sollten sagen, in welchen davon Händewaschen angebracht ist oder nicht.

Fünf der Szenarien waren richtig:

  • vor dem Kontakt mit einem Patienten,
  • vor der Zubereitung von intravenös zu verabreichenden Medikamenten,
  • nach dem Ausziehen der Handschuhe,
  • nach dem Kontakt mit dem Bett des Patienten und
  • nach dem Kontakt mit Erbrochenem.

Nur ein Drittel der Studenten identifizierte die richtigen fünf Antworten. Nur gut ein Fünftel bezeichnete alle fünf richtigen und zwei falschen Szenarien korrekt. Dieses lückenhafte Wissen deckt sich jedoch nicht mit der Selbsteinschätzung der Studenten. Sie bewerten ihre Hygiene-Kenntnisse als "gut". Schwestern-Schülerinnen scheinen Medizinstudenten in dieser Hinsicht voraus zu sein. Studien zeigen, dass sie die besseren Kenntnisse über Handhygiene besitzen.

RF

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Rauchen: Folgen werden unterschätzt

Raucher sehen die negativen Auswirkungen oft weniger kritisch als Nichtraucher.

Medikamente gegen Dauermigräne im Test

Neue Antikörper-Wirkstoffe könnten künftig die Migränetherapie ergänzen.

Schlafen reinigt das Hirn

Im Tiefschlaf werden schädliche Stoffwechselprodukte aus dem Gehirn entfernt.

Innovativ gegen Demenz und Krebs

Die Forschung testet ungewöhnliche Wege, um Medikamente ins Hirn einzuschleusen.

Heuschnupfen: jetzt noch vorbeugen

Mit einer sogenannten Hyposensibilisierung kann man im Winter starten.

Schadet Paracetamol dem Ungeborenen?

Das Schmerzmittel könnte die Sprachentwicklung bei Mädchen stören.

Diese Übungen stärken das Herz

Mit diesem Trainingsprogramm lässt sich einer Herzschwäche vorbeugen.

Mandel-OP: Ingwer lindert Schmerzen

Die Knolle beschleunigt zudem die Wundheilung, wie eine neue Studie zeigt.

Wiederholtes Impfen gegen schwere Grippe

Vor allem Senioren profitieren, wenn sie sich regelmäßig gegen Grippe impfen lassen.

Ballaststoffe: Mit Müsli gegen Arthritis?

Eine ballaststoffreiche Ernährung beugt offenbar Gelenkerkrankungen vor.

Angststörungen durch zu wenig Schlaf?

Schlafmangel und psychische Probleme stehen laut US-Forschern in Zusammenhang.

Erhöht Kuhmilch das Diabetes-Risiko?

Eine Studie hat untersucht, ob veränderte Babynahrung hier gegensteuern kann.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen