Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Weniger naschen im Büro

Aktuelles

Frau isst Schokolade im Büro.

Im Büro greift man oft gedankenlos zu Süßigkeiten.
© Martinan - Fotolia

Mo. 12. Dezember 2011

Spaziergang dämpft Lust auf Schokolade

Mehr Stress, mehr Schokolade? Ein Mittel gegen diesen Mechanismus haben Wissenschaftler in Großbritannien untersucht und einen ganz einfachen Weg gefunden.

Anzeige

Wer es bei der Arbeit nicht schafft, die Finger vom Schälchen mit der Schokolade zu lassen, sollte seine Füße zu Hilfe nehmen: Bereits ein 15-minütiger Spaziergang vor Arbeitsbeginn hilft, den Schokoladeverzehr zu vermindern. Zu diesem Ergebnis kamen Wissenschaftler der Universität Exeter in Großbritannien. Mehr noch: Sogar bei stressigen Arbeiten aßen die Teilnehmer nur halb so viel Schokolade, wie sie üblicherweise gegessen hatten.

Für ihre Studie haben die Wissenschaftler die Teilnehmer – alle regelmäßige Genießer von Schokolade – in vier Gruppen eingeteilt: Zwei Gruppen starteten mit einem kurzen Spaziergang auf einem Laufband und erledigten dann entweder leichtere oder anspruchsvollere Arbeiten, die beiden anderen Gruppen begannen gleich mit ihrer Arbeit. Alle Teilnehmer hatten dabei ein Schälchen mit Schokolade vor sich auf dem Tisch stehen, aus dem sie sich nach Wusch bedienen konnten. Ergebnis: Unabhängig von der Art der Arbeit griffen die "Spaziergänger" nur halb so häufig zu.

"Wir wissen, dass das Naschen kalorienreicher Nahrungsmittel wie Schokolade bei der Arbeit zu einer gedankenlosen Gewohnheit wird, die im Laufe der Zeit mit einer Gewichtszunahme verbunden sein kann", erläuterte Studienleiter Professor Dr. Adrian Taylor. "Oft haben wir das Gefühl, dass diese Snacks uns einen Energieschub geben, oder sie helfen uns, mit Stress oder Langeweile umzugehen." Häufig fänden die Menschen es schwierig, ihren täglichen Konsum zu reduzieren. Aber die Studie zeige, dass bereits ein kurzer Spaziergang ihn um die Hälfte vermindern könne, so der Wissenschaftler.

MP

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Tiefe Hirnstimulation lindert Depressionen

Die Therapie zeigt bei schweren, bislang nicht behandelbaren Depressionen gute Erfolge.

Teetrinken schützt vor geistigem Abbau

Wer täglich eine Tasse trinkt, senkt sein Risiko für Demenz deutlich.

Tumore erhöhen das Thrombose-Risiko

Forscher sind der Ursache für diese häufige Komplikation auf den Grund gegangen.

Lässt sich Diabetes rückgängig machen?

Eine Kombination aus drei Maßnahmen könnte das Fortschreiten der Zuckerkrankheit aufhalten.

Herzstillstand durch Schmerzmittel?

Diclofenac und Ibuprofen erhöhen das Risiko deutlich, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder verlängern das Leben

Für ein Elternteil gilt das offenbar besonders, wie eine neue Studie zeigt.

Mobbing hat Folgen für die Gesundheit

Psychischer Stress im Kindesalter erhöht das Risiko für diverse Krankheiten.

Wie viel Sonne braucht der Körper?

Forscher haben ermittelt, wie viel Sonne nötig ist, um genug Vitamin D zu bilden, ohne dabei die Haut zu schädigen.

Trauer hat viele Gesichter

Welche Gefühle bei Hinterbliebenen dominieren, hängt von zwei Faktoren ab.

7 Rücken-Tipps für den Arbeitsalltag

Das Patentrezept lautet: mehr Bewegung. Wie das klappt, lesen Sie hier.

Frauen leiden häufiger unter Allergien

Die Ursache vermuten Forscher in Hormonen - den körpereigenen und denen aus Medikamenten.

Blutdruck-Therapie wird oft vernachlässigt

Viele Patienten nehmen ihre Medikamente nicht richtig ein, wie eine Studie zeigt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen