Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Stress fördert Allergien bei Babys

Aktuelles

Genervter Säugling

Schon Kleinigkeiten können Babys stressen. Sie in Watte zu packen, geht aber meist auch nicht.
© Benjamin Thorn - Fotolia

Do. 15. Dezember 2011

Stress fördert Allergien bei Babys

Säuglinge mit niedrigen Werten des Stresshormons Kortisol in ihrem Speichel entwickeln weniger Allergien als andere Kinder. Das ist das Ergebnis einer Studie des Department of Clinical Research and Education am South General Hospital in Stockholm in Schweden. Die Forscher wollen in Zukunft diese Erkenntnisse für die Allergie-Vorbeugung nutzen.

Anzeige

In der Studie beobachteten die Wissenschaftler 203 Babys im Alter von einem halben Jahr. Sie erfassten die Kortisol-Spiegel im Speichel am Morgen, mittags und abends und beobachteten dann, wie häufig die Kinder in den ersten beiden Lebensjahren Allergien entwickelten. Dazu entnahmen sie den Kindern im Alter von 6, 12 und 24 Monaten Blut und untersuchten die Babys auch regelmäßig.

Das Ergebnis: Kinder, die erhöhte Spiegel des Stresshormons aufwiesen, erkrankten in der Folge häufiger an allergischen Hautausschlägen und anderen Allergien. Insbesondere wenn die Kortisolwerte am Abend erhöht waren, war das Risiko für eine Nahrungsmittelallergie erhöht.

In Schweden leiden etwa 30 bis 40 Prozent der Kinder an Allergien, Tendenz steigend. Für die Zunahme solcher Überempfindlichkeiten werden Umweltfaktoren und Lebensstil während der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren verantwortlich gemacht. Für die Wissenschaftler zeigen die Untersuchungsergebnisse, dass die Faktoren, die für die Stressverarbeitung zuständig sind, auch Allergien auslösen können. Dafür spricht auch, dass bestimmte allergische Hautausschläge unter Stress regelrecht aufflammen. Weniger gestresste Babys entwickeln den Forschern zufolge weniger häufig eine Allergie.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Medikamente bringen das Herz aus dem Takt

Einige Wirkstoffe können zu gefährlichen Herzrhythmusstörung führen.

Herzschwäche: Auf das Gewicht achten

Zeigt die Waage plötzlich mehr an, kann das auf eine schlechtere Herzfunktion hinweisen.

Italien erlässt Gesetz zur Impfpflicht

Kinder sollen obligatorisch gegen 12 Infektionskrankheiten geimpft werden.

Schwanger dank Röntgenuntersuchung?

Eine spezielle Untersuchung könnte Paaren mit unerfülltem Kinderwunsch helfen.

Täglich ein Wasser statt Limo hält schlank

Damit lässt sich das Risiko für Übergewicht deutlich reduzieren.

Jeden Tag sterben 3000 Jugendliche

Verkehrsunfall, Selbstmord, Gewalt: Die Ursachen sind sehr oft vermeidbar.

Verhütung mit pflanzlichen Stoffen?

Eine Kombination aus zwei Wirkstoffen ist in der Lage, Spermien auszubremsen.

Europa: Wer trinkt am meisten Alkohol?

Forscher haben eine Übersichtsstudie zum Alkoholkonsum erstellt.

Zink-Tabletten verkürzen Erkältung

Dazu muss das Spurenelement bei den ersten Krankheitszeichen eingenommen werden.

Arthroskopie: Tabu bei Knieproblemen?

Die Operation bringt offenbar keinen Nutzen, hat dafür aber Risiken.

Blutdruck-Werte in Deutschland gesunken

Zwischen Männern und Frauen bestehen jedoch deutliche Unterschiede.

Neue Strategie gegen Haarausfall?

Forscher haben Mechanismen identifiziert, die zum Ergrauen und dem Ausfall der Haare führen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen