Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Ab 45 geht es geistig bergab

Aktuelles

Frau erklärt älterem Mann etwas am Computer.

Geistig noch voll fit? Ab 45 Jahren geht es langsam bergab, haben Wissenschaftler ermittelt.
© Yuri Arcurs - Fotolia

Fr. 06. Januar 2012

Ab 45 nimmt die geistige Leistungsfähigkeit ab

Das Gedächtnis, die Aufnahmefähigkeit und das Leistungsvermögen des Gehirns können schon im Alter von 45 Jahren nachlassen. Davor warnen Wissenschaftler aus Frankreich und Großbritannien. Bisher war man davon ausgegangen, dass das erst jenseits des 60. Lebensjahrs passiert.

Anzeige

Die Forscher haben 5.198 Männer und 2.192 Frauen über zehn Jahre von 1997 an beobachtet. Dabei handelte es sich um Staatsbeamtete im Alter zwischen 45 und 70 Jahren. Während des Beobachtungszeitraums wurden die Testpersonen dreimal bezüglich ihrer Hirnleistung untersucht. Dazu mussten sie Gedächtnis- und Vokabeltests lösen und ihre Auffassungsgabe unter Beweis stellen. So wurden sie etwa gebeten, sich so viele Wörter mit dem Anfangsbuchstaben "S" oder so viele Tiernamen wie möglich zu merken und aufzuschreiben. Die Ergebnisse wurden auf das Bildungsniveau der Testpersonen bezogen.

Bis auf die Tests zum Sprachschatz der Teilnehmer schnitten sie in allen Aufgaben umso schlechter ab, je älter sie waren. Mit steigendem Alter nahm die Leistung auch umso schneller ab. Die Denkfähigkeit nahm schon bei den 45- bis 49-Jährigen um 3,6 Prozent ab. Bei den 65- bis 70-Jährigen war der Rückgang mit 9,6 Prozent bei den Männern und 7,4 Prozent bei den Frauen sogar noch stärker ausgeprägt.

Damit konnten die Wissenschaftler zeigen, dass die Leistungsfähigkeit des Gehirns schon deutlich früher abnimmt als bisher angenommen. Dies sei eine wichtige Erkenntnis, denn medizinische Maßnahmen um die Denkfähigkeit zu erhalten, seien umso wirkungsvoller, je früher sie erfolgen.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Weniger desinfizieren vermeidet Resistenzen

Der Einsatz von Desinfektionsmitteln im normalen Alltag scheint Antibiotikaresistenzen bei Bakterien zu fördern.

10 einfache Tipps gegen Winterspeck

Die Weihnachtszeit lockt mit vielen Leckereien. Diese Tipps helfen, das Gewicht zu halten.

Warum rotes Fleisch dem Herzen schadet

Eine große Rolle dabei spielen offenbar die Darmbakterien.

Erziehung beeinflusst Kinder mehr als Gene

Die Eltern haben einen großen Einfluss auf das soziale Verhalten ihrer Kinder.

Sport kurbelt den Stoffwechsel an

Dieser Effekt hält sogar mehrere Tage an, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Vorhofflimmern durch zu viel Salz?

Zu viel Salz im Essen erhöht nicht nur den Blutdruck, wie eine neue Studie zeigt.

Warum Patienten ihren Arzt anlügen

Viele Patienten wollen, dass ihr Arzt eine gute Meinung von ihnen hat.

Kampf gegen HIV noch lange nicht am Ende

Der Kampf gegen HIV verläuft in Europa nicht ganz so erfolgreich, wie geplant.

Mehr ADHS-Diagnosen bei Sommer-Kindern

Ein zu früher Schulstart führt bei Kindern häufig zu ADHS-Fehldiagnosen.

E-Zigaretten: Werbung verführt zum Rauchen

Werbeplakate und Fernsehspots beeinflussen Jugendliche stärker, als bislang gedacht.

Männer: Spielsucht verändert Gehirn

Zwanghaftes Zocken verändert bei Männern offenbar die Hirnaktivität.

Depression: Viele Paare trennen sich

Die Erkrankung belastet auch den Partner und die Familie des Betroffenen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen