Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Zahl der Bein-Amputationen nimmt ab

Aktuelles

Frau bei der Fußpflege

Auch eine verbesserte Fußpflege von Diabetikern scheint sich positiv auf die sinkende Zahl von Amputationen auszuwirken.
© Bernd Geller - Fotolia

Sa. 28. Januar 2012

Diabetes: Immer weniger Bein-Amputationen

Die Häufigkeit von Bein- und Fuß-Amputationen infolge eines Diabetes mellitus ist gesunken. Das geht aus einer Studie der US-amerikanischen Centers of Disease Control and Prevention hervor. Demnach hat sich die Zahl der Amputationen bei über 40-jährigen Amerikanern zwischen 1996 und 2008 um 65 Prozent verringert.

Als Gründe für diese positive Entwicklung vermuten die Studienautoren eine verbesserte Blutzucker-Kontrolle und eine bessere Fußpflege der Diabetiker sowie ein verbessertes Management der Erkrankung. Wahrscheinlich trage auch die abnehmende Anzahl von Herz-Kreislauf-Erkrankungen dazu bei.

Aus der Studie geht hervor: Während 1996 noch etwa 11 von 1000 Diabetes-Patienten eine Amputation eines Unterschenkels hinnehmen mussten, waren es zwölf Jahre später nur noch etwa 4 von 1000. Das entspricht zwar einer Abnahme von 65 Prozent. Dennoch bleibt ein fader Beigeschmack. Denn die Zahl derer, die wegen eines Diabetes und der damit verbundenen Durchblutungsstörungen Bein und Fuß amputiert bekommen, ist immer noch acht Mal so hoch wie in der Normal-Bevölkerung. Dort wird eine Amputation in der Regel nach Verletzungen bei Unfällen nötig.

Anzeige

Die Autoren mahnen, dass den Folgen eines schlecht eingestellten Diabetes noch mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden müsse. Diabetes bleibe die Hauptursache für Unterschenkel-Amputationen in den USA.

Die Studie zeigt außerdem, dass Männer wesentlich häufiger betroffen sind als Frauen: 6 von 1000 Männern gegenüber etwa 2 von 1000 Frauen. Die höchste Rate an amputierten Unterschenkeln gab es in der Gruppe der Über-75-Jährigen. Hier fanden die Studienautoren für das Jahr 2008 immer noch eine Rate von über 6 Fällen auf 1000 Personen.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Sind Blüten im Essen unbedenklich?

Einige Wildblüten enthalten Stoffe, die der Gesundheit schaden können.

Neue Therapie für Restless Legs?

Die Behandlung des Restless Legs Syndroms könnte künftig zielgenauer und besser werden.

Blutfette auch bei Kindern kontrollieren

Zu hohe Cholesterinwerte sind bei Kindern und Jugendlichen keine Seltenheit mehr.

Frühstücken schützt vor Diabetes

Wer häufig das Frühstück auslässt, erkrankt eher an Typ-2-Diabetes.

Krankes Herz durch schlechte Zähne

Dieser Zusammenhang hat sich bereits in vielen Studien gezeigt.

Sind Impfungen schuld an Allergien?

Forscher haben diese verbreitete Annahme näher untersucht.

Mehr Tote durch resistente Bakterien

Auch in Deutschland sterben immer mehr Menschen an Antibiotika-resistenten Keimen.

Toxoplasmose ändert Hirnstoffwechsel

Das könnte zu Erkrankungen wie Depressionen oder Schizophrenie führen.

Tennisarm: Beste Therapie ist Geduld

Forscher haben 11 Behandlungsmöglichkeiten miteinander verglichen.

Inkontinenz: Für viele Frauen ein Tabu

Fast jede zweite Frau über 50 leidet darunter, die wenigsten suchen sich jedoch Hilfe.

Schnell wieder schwanger?

Das birgt Risiken, mahnen Ärzte und erklären, wie lange Frauen warten sollten.

Hirngröße beeinflusst das Krebsrisiko

Der Lebensstil spielt bei Hirntumoren offenbar nur eine untergeordnete Rolle.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen