Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Vitamin D und Depressionen

Aktuelles

Paar im Schnee.

Wer auch in Winter häufig draußen an der Sonne ist, füllt seine Vitamin-D-Speicher automatisch auf.
© mauritius images

Mo. 09. Januar 2012

Vitamin D beeinflusst das Risiko für Depressionen

Hohe Vitamin-D-Spiegel gehen mit einem deutlich niedrigeren Risiko für Depressionen einher, vor allem bei Patienten mit depressiven Erkrankungen in der Vorgeschichte. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler ermittelt.

Anzeige

Umgekehrt treten niedrige Vitamin-D-Spiegel häufiger bei Patienten auf, bei denen Hausärzte bereits depressive Symptome diagnostiziert hatten. Bei diesen Patienten sollten Mediziner daher auch die Vitamin-D-Blutspiegel im Blick behalten. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler verschiedener Institute in den USA im Rahmen einer gemeinsamen Untersuchung. Darin werten sie die Daten von 12.600 Patienten aus fast fünf Jahren aus.

Warum ausreichende Vitamin-D-Blutspiegel mit geringerem Risiko für depressive Erkrankungen einhergehen, haben die Wissenschaftler nicht untersucht. Das Vitamin könne jedoch die Ausschüttung bestimmter Botenstoffe, Entzündungsmarker und anderer Substanzen erhöhen, erläuterte der Studienautor Professor Dr. E. Sherwood Brown, Psychiater am UT Southwestern Medical Center, Dallas (USA). Blutspiegel des Vitamin D gehören inzwischen zu vielen Routineuntersuchen dazu. Erniedrigte Spiegel als Risikofaktor für zahlreiche andere Erkrankungen gelten als gesichert, zum Beispiel für Autoimmunerkrankungen, Herz- und Kreislauferkrankungen oder Osteoporose.

"Es könnte nützlich sein, Patienten mit einem niedrigen Vitamin-D-Blutspiegel auch auf Depressionen zu untersuchen", sagte Brown. "Für die Empfehlung, ergänzend Vitamin D einzunehmen, haben wir noch nicht genügend Daten." Der Körper kann Vitamin D jedoch auch selbst bilden. Dazu benötigt er vor allem eines: Sonnenlicht – am besten bei Bewegung im Freien.

MP

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Heißes Öl verschmutzt die Raumluft

Öl, das beim Braten aus der Pfanne spritzt, kann nicht nur der Haut schaden.

Weniger Sonne, mehr Rachitis-Patienten?

Ein Mangel an Vitamin D führt zu einer Verformung der Knochen.

Hundebesitzer leben länger

Vor allem die Gesundheit von Singles profitiert, wenn ein Vierbeiner im Haushalt lebt.

Lässt sich Typ-1-Diabetes heilen?

Bei Mäusen ist es bereits möglich, die Zuckerkrankheit rückgängig zu machen.

Wer raucht und trinkt, sieht älter aus

Alkohol und Zigaretten verändern unser Aussehen, wie eine neue Studie zeigt.

Fernsehen erhöht Thrombose-Risiko

Je mehr Zeit wir vor dem Fernseher sitzen, desto höher ist die Gefahr für ein Blutgerinnsel.

Warum Kopfschmerzen so quälend sind

Das Schmerzempfinden hängt auch mit unseren Emotionen zusammen.

Diese Lebensmittel beugen Diabetes vor

Antioxidantien verringern offenbar das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Hitzewellen töten auf 27 Arten

Forscher haben analysiert, wie tödlich Hitze für den menschlichen Körper ist.

Wie ein Bakterium zu Magenkrebs führt

Eine Infektion mit Helicobacter pylori kann weitreichende Folgen haben.

Diabetes: Typ 3c wird oft nicht erkannt

Viele Patienten erhalten fälschlicherweise die Diagnose Typ-2-Diabetes.

Wann wir uns geliebt fühlen

Kleine Gesten sind einer Umfrage zufolge viel wichtiger als große Romantik.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen