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Drei Frauen machen Yoga.

Nach einer Brustkrebsbehandlung hilft Yoga vielen Frauen, die Erschöpfung zu verringern.
© Techniker Krankenkasse

Di. 03. Januar 2012

Yoga lindert Erschöpfung bei Brustkrebs

Brustkrebspatientinnen können durch regelmäßiges Yoga die mit der Erkrankung oft verbundene Erschöpfung bekämpfen. Das ist das Ergebnis einer Studie der University of California in Los Angeles in den USA. Yoga-praktizierende Brustkrebspatientinnen berichteten demnach über eine Abnahme der Erschöpfung und das Gefühl, mehr Energie zu haben als diejenigen, die keine Yoga-Übungen machten. Dabei reichten schon wenige Übungseinheiten in der Woche.

Etwa jede dritte Frau, die eine Brustkrebsbehandlung überlebt, berichtet in der Folge von Erschöpfungszuständen. Obschon dies eine für die Patientinnen belastende und alles andere als seltene Nebenerscheinung der Krebserkrankung ist, gibt es bislang keine Studien, die untersucht haben, welche Behandlung diese Erschöpfung am effektivsten lindert.

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Wissenschaftler der University of California in Los Angeles haben nun 31 Brustkrebspatientinnen für 12 Wochen wegen ihrer Erschöpfung behandelt. Alle berichteten über ein ähnliches Ausmaß an Erschöpfung und Energieverlust durch die Krebserkrankung. Die Studienteilnehmerinnen nahmen entweder an zwei neunzig Minuten andauernden Yogasitzungen in der Woche oder an einer zweistündigen Gesundheitsschulung in der Woche teil, in denen sie über Brustkrebsbezogene Aspekte aufgeklärt wurden.

Bei den Frauen, die an den Gesundheitsschulungen teilnahmen, änderte sich der Erschöpfungszustand nicht. Hingegen berichteten die Frauen, die Yoga-Übungen machten, nach 12 Wochen von einem 26 Prozent umfassenden Abfall der Müdigkeit und einem Anstieg von 55 Prozent in ihrem Energielevel. Diese positiven Veränderungen hielten auch 3 Monate nach dem Ende der Yoga-Kurse an.

Den Autoren zufolge können die Ergebnisse dieser sehr kleinen Studie zwar nicht beweisen, dass Yoga für die Abnahme der Erschöpfung ursächlich verantwortlich ist. Allerdings waren die Erwartungen, dass die jeweilige Therapie helfen würde, bei allen Studienteilnehmerinnen gleich hoch, so dass ein Placebo-Effekt durch die Yoga-Klassen ausgeschlossen werden könne. Zudem hätten schon vorherige Studien gezeigt, dass Krebspatienten von Yoga profitieren können. Wahrscheinlich sei die neue Körperwahrnehmung für die positiven Effekte verantwortlich. In den Studien wurden nämlich Yogaformen untersucht, die viel Wert auf die Körperhaltung und den langsamen Positionswechsel legen. Dadurch steige das Bewusstsein für den Körper. Natürlich könne man einen ähnlichen Effekt auch auf anderem Wege erreichen, etwa in Ballettstunden.

KK

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