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Mädchen schaukelt.

Kinder brauchen Spaß und Herausforderung auf dem Spielplatz.
© R. Freund

Sa. 07. Januar 2012

Zu sichere Spielplätze langweilen Kinder

Sichere Spielplätze sind eigentlich eine gute Sache. Allerdings nur, wenn sie trotzdem noch zum Spielen verleiten. Wissenschaftler der Cincinnati Children's Hospital Medical Center in den USA behaupten nun, dass die Sicherheit auf Spielplätzen ein Grund dafür sein könnte, dass Vorschulkinder nicht genug Bewegung bekämen. Der extreme Sicherheitsstandard auf Spielplätzen in den USA mache sie für die Kinder langweilig.

Die Wissenschaftler befragten 49 Betreuungseinrichtungen für Vorschulkinder. Viele der Betreuer äußerten Sorgen, dass die Kinder insgesamt nur wenig Gelegenheit hätten, draußen zu spielen. Zudem übten die Eltern oft Druck auf die Einrichtungen aus, die Kinder eher in Dingen zu fördern, die sie für die spätere Schullaufbahn benötigten wie etwa das Erlernen von Formen, Farben und der Lesefähigkeit – oft auf Kosten der körperlichen Aktivität.

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Darüber hinaus sorgten sich viele Eltern, dass sich ihr Kind in der Betreuungszeit verletzen könnte. Teilweise wurde sogar verlangt, das Kind von lebhaften Spielen und Aktivitäten auszuschließen. Strenge Sicherheitsvorgaben würden den Eltern diesbezüglich zwar Sicherheit geben. Allerdings führen sie den Wissenschaftlern zufolge dazu, dass Spielplätze nicht gerade zum Spielen einladen. Die Spielgeräte seien oft fest am Boden fixiert und dadurch uninteressant und wenig herausfordernd für die Kinder. Darüber hinaus würden in vielen Kindertagesstätten die Prioritäten falsch gesetzt: So würde das Hauptaugenmerk darauf gelegt, die Kinder für die Schule vorzubereiten.

Etwa drei Viertel aller Kinder zwischen drei und fünf Jahren verbringen in den USA Studien zufolge einen Großteil ihrer Zeit bei sitzenden Tätigkeiten. Das, sagen die Forscher, sei nicht nur für die Gesundheit schädlich. Die Kinder hätten so auch keine Gelegenheit, ihre Bewegungsfähigkeit zu trainieren. Dabei seien der Bewegungsdrang und die Abenteuerlust bei Kindern sehr stark ausgeprägt. So würden sie auf den nach allen Sicherheitsstandards errichteten, aber langweiligen Spielgeräten oft nach neuen Herausforderungen suchen. Indem sie etwa auf Klettergerüsten an Stellen klettern, die dafür nicht vorgesehen sind, oder die Rutsche lieber heraufklettern, statt sie herunterzurutschen.

KK

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