Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Feinstaub schadet dem Gehirn

Aktuelles

Menschen überqueren Zebrastreifen.

Durch den Straßenverkehr und die Industrie ist die Feinstaubbelastung in Städten besonders hoch.
© SVLuma - Fotolia

Mi. 15. Februar 2012

Feinstaub schadet dem Gehirn

Luftverschmutzung kann dem Gehirn schaden. Das zeigen zwei Studien, die im Fachblatt Archives of Internal Medicine erschienen sind. Die geistige Leistungsfähigkeit nimmt ab, wogegen das Risiko für Schlaganfälle steigt.

Anzeige

Eine der beiden Studien hat die Auswirkungen der Luftverschmutzung auf die geistige Leistungsfähigkeit von älteren Frauen untersucht. Dazu werteten die Forscher die Daten von fast 20.000 Frauen aus, die 70 Jahre oder älter waren. Das Ergebnis: Je höher die Belastung durch Grob- und Feinstaub, denen die Seniorinnen ausgesetzt waren, desto schneller nahm auch ihre geistige Leistungsfähigkeit im Alter ab. Dabei reiche schon eine Staubbelastung, wie sie in vielen Gebieten ortsüblich sei, so die Forscher.

Eine weitere Studie beschäftigte sich mit den Auswirkungen von Feinstaub auf das Schlaganfallrisiko. Dazu wurden die Daten von über 1.700 Patienten ausgewertet, die wegen eines Schlaganfalls in den Jahren 1999 bis 2008 in einem Krankenhaus behandelt wurden. Diese Daten verglichen sie mit der Feinstaubbelastung im selben Zeitraum. Das Risiko für einen Schlaganfall nahm auch hier mit der Feinstaubbelastung zu. Innerhalb von 24 Stunden nach einem Anstieg des Feinstaubgehaltes in der Luft kam es deutlich häufiger zu Schlaganfällen. Dabei hatten die Feinstaubwerte die zulässigen Grenzwerte nicht einmal überschritten.

Dieser rasche Anstieg der Schlaganfallhäufigkeit nach einer vermehrten Feinstaubbelastung hat die Experten überrascht. Offenbar sei es nicht ausreichend, die Feinstaubbelastung nur langfristig zu betrachten. Zudem sie auch die Abnahme des geistigen Leistungsfähigkeit durch die Luftverschmutzung ein Aspekt, dem bisher zu wenig Aufmerksamkeit zuteil wurde.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Alkohol beschleunigt die Zellalterung

Dadurch steigt das Risiko für Krankheiten Krebs, Diabetes und Demenz.

MRT: Zuckerlösung statt Kontrastmittel?

Das neue Verfahren ist für den Körper weniger belastend.

Sommerhitze macht weniger hilfsbereit

Unangenehme Temperaturen beeinflussen offenbar unser Sozialverhalten.

Typ-1-Diabetes in Zukunft heilbar?

Forscher haben einen neuen Ansatz für eine Therapie entwickelt.

Bindehautentzündung oft falsch behandelt

In den meisten Fällen ist eine Behandlung mit Antibiotikum nicht sinnvoll.

Impfung gegen hohe Cholesterinwerte?

Forscher tüfteln an einer Behandlung, mit der sich die Werte langfristig senken lassen.

Yoga lindert Rückenschmerzen

Bestimmte Übungen helfen genauso effektiv wie Physiotherapie.

Schlaganfall: Reiten hilft bei der Genesung

Das gilt sogar noch Jahre nach dem Hirnschlag, wie eine neue Studie zeigt.

Vergiftungsgefahr durch Holzkohlegrills

Wer die Grills in Innenräumen verwendet, geht ein hohes Risiko ein.

Fluglärm stört Herz und Blutdruck

Die Gesundheit leidet besonders, wenn der Lärm nachts auftritt.

Autismus durch Fieber bei Schwangeren?

Besonders hoch ist das Risiko im zweiten Abschnitt der Schwangerschaft.

Hunde helfen bei Brustkrebs-Forschung

Tumorgewebe von Hündinnen ähnelt dem Gewebe von Brustkrebs beim Menschen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen