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Älterer Mann mit Dosieraerosol

Schlechte Lungenfunktionswerte, wie sie beispielsweise COPD- oder Asthma-Patienten haben, können auch auf ein erhöhtes Herzrisiko hinweisen.
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Mo. 27. Februar 2012

Lungenfunktionswerte zeigen Herzrisiko an

Dass Herz- und Lungenerkrankungen häufig gemeinsam auftreten, weiß die Wissenschaft schon länger. Dass schlechte Werte bei der Lungenfunktion auch ein erhöhtes Herzrisiko vorhersagen, ist neu.

Schlechte Lungenfunktionswerte können ein erhöhtes Risiko für eine Herzinsuffizienz vorhersagen. Das haben US-amerikanische Wissenschaftler im Rahmen einer Studie herausgefunden. Rund 16.000 Erwachsene zwischen 45 und 65 Jahren haben die Forscher über einen Zeitraum von fast 15 Jahren begleitet. Die Ergebnisse waren davon unabhängig, ob die entsprechenden Patienten jemals geraucht oder irgendwann damit aufgehört hatten.

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Ausschlaggebend ist demnach der sogenannte FEV1-Wert, die Einsekundenkapazität. Diese spiegelt wider, wie kräftig die Patienten ausatmen können. Ein erniedrigter Wert weist zum Beispiel auf eine chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (COPD) hin. Zwar ist seit Langem bekannt, dass COPD und Herzinsuffizienz häufig gemeinsam auftreten. Dass ein erniedrigter FEV1-Wert jedoch nicht nur eine verminderte Lungenfunktion, sondern – unabhängig von weiteren Faktoren wie Rauchen oder Diabetes – auch auf eine abnehmende Pumpkraft des Herzens hinweist, ist neu.

Zwei Schlussfolgerungen lassen die Studienergebnisse zu: Zum einen schützt offenbar auch das Herz, was die Lungenfunktion erhält, zum Beispiel Rauchverzicht oder weitere verminderte Umweltbelastungen in der Atemluft. Zum anderen müssen Patienten, aber auch ihre Angehörigen bei scheinbar bekannten und erklärbaren Symptomen hellhörig werden. So können Kurzatmigkeit oder Atemnot nicht nur Ausdruck der bestehenden Lungenerkrankung sein, sondern auch auf eine Herzinsuffizienz hinweisen.

MP

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