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Frau mit Migräne fasst sich an den Kopf

Gebeutelte Frauen: Bei Migränepatientinnen kommt zu den Kopfschmerzen auch noch ein erhöhtes Depressionsrisiko.
© Barmer-GEK

Do. 23. Februar 2012

Frauen: Migräne kann Depressionen fördern

Frauen, die an Migräne leiden oder in der Vergangenheit schon einmal Migräne hatten, haben ein erhöhtes Risiko, an Depressionen zu erkranken. Das haben amerikanische Forscher herausgefunden. Demnach ist das Depressionsrisiko bei Migränepatientinnen gegenüber Frauen, die niemals an einer Migräne gelitten haben, um 40 Prozent erhöht.

In der Studie werteten die Wissenschaftler die Daten von über 36.000 Frauen aus, die an der Women's Health Studie in den USA teilgenommen hatten. Dabei erfassten sie sowohl Angaben zu aktuellen oder vergangenen Migräneepisoden als auch zu depressiven Erkrankungen. Fast 6.500 der Frauen waren oder sind von einer Migräne betroffen. In den 14 Jahren, in denen die Frauen beobachtet wurden, entwickelten knapp 4.000 eine Depression. Migränepatientinnen hatten dabei ein um 40 Prozent erhöhtes Risiko, eine Depression zu bekommen.

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Der Zusammenhang zwischen chronischen Kopfschmerzen und Depressionen wird schon lange diskutiert. Vor allem, wenn die quälenden Schmerzen nur unzureichend behandelt werden können, tritt in der Folge oft eine depressive Verstimmung auf. Andererseits kann auch eine Depression Kopfschmerzen auslösen. Eine große Studie, die den Zusammenhang zwischen Depressionen und Migräne genauer untersucht hat, gab es bislang aber nicht.

Die Autoren hoffen nun, dass die Ergebnisse der Studie dazu führen, dass Ärzte ihre Migränepatientinnen auf das Risiko einer Depression ansprechen. Denn dann könne man die Depressionen gezielter und vor allem früher behandeln. Zudem erhoffen sie sich, in Zukunft Möglichkeiten zu finden, das Auftreten der Depressionen bei Migränepatientinnen zu verhindern.

KK

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