Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Musik hält jung - auch das Gehirn

Aktuelles

Mann spielt Querflöte.

Ein Instrument zu spielen, macht nicht nur Spaß, sondern hat sogar therapeutische Wirkung auf das alternde Gehirn.
© Glenda Powers - Fotolia

Mi. 01. Februar 2012

Musik hält jung - auch das Gehirn

Mit dem Alter werden Informationen im Gehirn immer langsamer verarbeitet. Doch dieser Prozess kann aufgehalten werden. Durch Musik. Das behaupten Forscher der Northwestern University in Evanston in den USA.

Anzeige

In einer Studie untersuchten die Wissenschaftler 87 Menschen, einige von ihnen waren Musiker und hatten ihr Leben lang ein Musikinstrument gespielt, wogegen die anderen im Verlauf des Lebens nicht länger als drei Jahre musiziert haben. Bei den Testpersonen wurde die Hirnaktivität gemessen, nachdem ihnen Sprachfetzen vorgespielt wurden. Dabei fiel auf, dass die älteren Musiker gegenüber den Senioren, die kein Instrument spielten, deutlich schneller auf die Hörreize reagierten. Doch das war nicht alles: Sie stachen nicht nur ihre Altersgenossen aus, sondern verarbeiteten die Informationen ebenso exakt und schnell wie jüngere Nicht-Musiker.

Für die Experten zeigt dass, das durch ein lebenslanges Training der altersbedingte Hörverlust zum Teil ausgeglichen werden könnte. Ähnliches zeigte bereits eine kanadische Arbeit im letzten Jahr. Sogar wenn ein solches Hörtraining erst im späteren Alter beginnen würde, könnte es den Senioren dabei helfen, sich auch in einer Situation mit lauten Umgebungsgeräuschen noch unterhalten zu können, weil die Sprachverarbeitung gefördert würde.

Aus vorherigen Studien sei zudem bekannt, dass das Spielen eines Instruments auch dem altersbedingten Gedächtnisverlust vorbeugen könne. Damit würde Musik bei zwei wesentlichen Problemen hilfreich sein, die alte Menschen beschäftigt: dem Gedächtnisverlust und der Schwerhörigkeit.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Poly-Pille senkt Blutdruck und LDL

Eine 4-in-1-Pille gegen Bluthochdruck und hohes Cholesterin könnte die Therapie verbessern.

Bewegungsmangel ist Gift für den Körper

Nach nur wenigen Tagen leidet die Gesundheit messbar.

Kein Haarausfall bei Chemotherapie

Forscher haben eine Möglichkeit gefunden, die gefürchtete Nebenwirkung der Chemotherapie einzudämmen.

Warum Schlafapnoe so gefährlich ist

Oft hängen nächtliche Atemaussetzer mit Bluthochdruck zusammen, der sich nur schwer behandeln lässt.

Herzinfarkt: Zögern ist gefährlich

Auch schleichend beginnende Beschwerden sind ein Notfall und müssen ernst genommen werden.

Vorurteile wirken sich auf Krebstherapie aus

Unverheiratete Patienten werden bei der Behandlung offenbar benachteiligt.

Warum wir zunehmen, wenn wir älter werden

Viele Menschen legen mit den Jahren an Gewicht zu, obwohl sie sich genauso ernähren wie zuvor.

Filter schützen vor Schlaganfall

Ein Filter, der in die Halsschlagader eingesetzt wird, schützt Patienten vor einem Schlaganfall.

Wie Hörgeräte die Gesundheit schützen

Ein unbehandelter Hörverlust kann Stürze, Depressionen und sogar Demenz nach sich ziehen.

Vegetarier haben ein gesünderes Herz

Wer auf Fleisch verzichtet, hat ein geringeres Risiko für eine Gefäßverkalkung.

Krebs tödlicher als Herz-Kreislauf-Leiden

In reichen Ländern ist Krebs mittlerweile die Todesursache Nummer eins.

Früher Tod durch süße Getränke?

Ab zwei Softdrinks täglich, egal ob mit Zucker oder Süßstoff, steigt das Risiko.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen