Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Nach Transplantation die Psyche stärken

Aktuelles

Frau im Krankenbett den Blutdruck.

Nach einem schweren Eingriff brauchen die Patienten auch menschliche Zuwendung, um bald wieder zu genesen. Dem Pflegepersonal bleibt dafür jedoch oft kaum Zeit.
© AOK-Mediendienst

Mo. 06. Februar 2012

Transplantationspatienten ganzheitlich behandeln

Herzkranke Patienten benötigen eine ganzheitliche Behandlung, betont die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG). Denn nicht nur die körperliche Heilung, sondern auch die psychische Betreuung seien für die Genesung wichtig.

Anzeige

"Verschiedene medizinische Studien bestätigen unser 'ärztliches Bauchgefühl', dass die Genesung nicht allein von der medizinischen Leistung der Ärzte und des Pflegepersonals, sondern besonders auch von der seelischen Betreuung der Patienten abhängt", sagt Professor Friedrich Wilhelm Mohr, Präsident der DGTHG. Daher sei es wichtig, die Angst und die Sorgen jedes einzelnen Patienten frühzeitig zu erkennen und ihm qualifizierte psychologische Unterstützung im anzubieten. In einigen der 79 deutschen Herzzentren seien deshalb eigene Psychologen tätig, die speziell auf die Beratung, Unterstützung und Begleitung herzchirurgischer Patienten eingestellt sind.

Medizinische Studien zeigen, dass bis zu 25 Prozent der Patienten, die sich auf der Warteliste zur Organtransplantation befinden, an depressiven Verstimmungen leiden. Die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung einer Belastungsstörung nach Implantation eines Kunstherzens oder einer Herztransplantation liegt bei 20 Prozent. Daher benötigen nach Einschätzung der Herzchirurgen gerade Patienten vor und nach Herz- und Lungentransplantationen psychologische Hilfe.

Das seit 1997 geltende Transplantationsgesetz fordert die psychologische Betreuung ausdrücklich, doch sei diese nach Ansicht der DGTHG für Transplantationskandidaten und Transplantierte noch deutlich zu verbessern. "Wir hoffen, dass die Politik entsprechende Regelungen zur zwingend notwendigen Verbesserung der psychologischen Betreuung dieser Patienten bei den anstehenden Beratungen im Gesetzgebungsverfahren verbindlich festlegt", so Mohr.

RF/DGTHG

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Neuer Wirkstoff senkt hohes Cholesterin

Bempedosäure könnte Patienten helfen, die keine Statine vertragen.

Psychische Probleme bei Jüngeren steigen

Experten führen das auf die vermehrte Nutzung von digitalen Medien zurück.

Zu viel Hygiene fördert Resistenzen

In sehr sterilen Umgebungen bilden sich resistente Keime eher.

Schwanger: Jede Zigarette ist riskant

Während und kurz vor der Schwangerschaft zu rauchen, erhöht das Risiko für einen plötzlichen Kindstod.

Schönheitsoperationen werden beliebter

Vor allem Brustvergrößerungen und Fettabsaugungen werden immer häufiger durchgeführt.

Neue Therapie bei Darmentzündungen?

Die Behandlung könnte vor allem Personen mit schweren Symptomen helfen.

Tripper: Wenn Antibiotika versagen

In Europa werden häufiger Erreger gefunden, gegen die gängige Antibiotika nicht mehr helfen.

Mehr Snacks wegen Social Media?

Instagram & Co wirken sich offenbar auf das Essverhalten von Teenagern aus.

HIV: Patient nach Behandlung virenfrei

Ärzte hatten zuvor eine Stammzellentransplantation durchgeführt.

Schlaganfall: Höheres Gewicht hat Vorteile

Wer mehr Kilos auf die Waage bringt, überlebt einem Schlaganfall offenbar eher.

Obst und Gemüse tun der Psyche gut

Je mehr davon täglich auf dem Speiseplan steht, desto wohler fühlen wir uns.

Das Herz erkrankt selten an Krebs

Andere Organe sind deutlich anfälliger. Warum das so ist, erklärt ein Experte.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen