Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung TCM-Wurzel gegen Autoimmunreaktion

Aktuelles

Chinesische Arzneimittel in Gläsern

Die Arzneimittel in der Traditionellen Chinesischen Medizin sind meist Mischungen aus verschiedenen getrockneten Pflanzenteilen.
© swisshippo - Fotolia

Mo. 13. Februar 2012

TCM-Wurzel als Arznei gegen Autoimmunerkrankungen

Amerikanische Ärzte lüften das molekulare Geheimnis einer Wurzel, die seit über 2000 Jahren in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gegen Malaria verwendet wird. Fiebertrugblume nennt sich die Hortensienart auf Deutsch. Ihre Inhaltsstoffe könnten in der Behandlung von Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden.

Anzeige

Chang Shan heißt die im Himalaya beheimatete Wurzel auf Chinesisch, sie gehört zu den 50 wichtigsten Pflanzen in der TCM. Als wirksamer Inhaltsstoff gilt das Febrifungin, das in Abwandlungen bereits gegen Malaria, Krebs und Entzündungen erfolgreich eingesetzt wurde. Mit einem weiteren chemischen Verwandten, dem Halofunginon, können laut einer Veröffentlichung im Fachblatt "Nature Chemical Biology" Autoimmunreaktionen behandelt werden. Dabei geht das Immunsystem gegen den eigenen Körper vor wie bei Multipler Sklerose oder Diabetes Typ 1.

Den Forschern zufolge verhindert Halofunginon, dass sich bestimmte Immunzellen bilden, die häufig mit Autoimmunerkrankungen in Zusammenhang stehen. Dabei hat es einen besonderen Vorteil, sagt Studienautor Professor Malcolm Whitman: "Halofunginon verhindert die die Autoimmunreaktion, ohne das komplette Immunsystem lahmzulegen. Dieser Wirkstoff könnte Vorbild für einen ganz neuen Behandlungsansatz gegen Autoimmunerkrankungen werden." Dazu seien jedoch noch weitere Forschungsanstrengungen nötig.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Macht Essen und Trinken glücklich?

Lebensmittel wirken sich offenbar nicht so positiv auf die Stimmung aus wie Getränke.

Nussallergie: Nicht alle Sorten sind tabu

Die Ergebnisse von Haut- und Bluttests sind nicht immer eindeutig.

Geistiger Abbau durch Insulinresistenz?

Mit einem gesunden Lebensstil und Medikamenten lässt sich vorbeugen.

Anti-Aging-Pille rückt in greifbare Nähe

Der Wirkstoff soll altersbedingte DNA-Schäden reparieren.

Empathie dämmt Krankheiten ein

Forscher haben untersucht, wie sich die Ausbreitung von Infekten stoppen lässt.

Tiefe Hirnstimulation lindert Depressionen

Die Therapie zeigt bei schweren, bislang nicht behandelbaren Depressionen gute Erfolge.

Teetrinken schützt vor geistigem Abbau

Wer täglich eine Tasse trinkt, senkt sein Risiko für Demenz deutlich.

Tumore erhöhen das Thrombose-Risiko

Forscher sind der Ursache für diese häufige Komplikation auf den Grund gegangen.

Lässt sich Diabetes rückgängig machen?

Eine Kombination aus drei Maßnahmen könnte das Fortschreiten der Zuckerkrankheit aufhalten.

Herzstillstand durch Schmerzmittel?

Diclofenac und Ibuprofen erhöhen das Risiko deutlich, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder verlängern das Leben

Für ein Elternteil gilt das offenbar besonders, wie eine neue Studie zeigt.

Mobbing hat Folgen für die Gesundheit

Psychischer Stress im Kindesalter erhöht das Risiko für diverse Krankheiten.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen