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Schlafende Frau

Ein guter Schlaf trägt wesentlich dazu bei, dass das Herz gesund bleibt.
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Do. 29. März 2012

Sechs bis acht Stunden Schlaf optimal für das Herz

Dass Schlafentzug für die Gesundheit schädlich ist, wundert kaum. Wer zu wenig schläft, erhöht sein Risiko an Herzinfarkt, Schlaganfall oder Herzschwäche zu erkranken. Allerdings fördert auch zu viel Schlaf das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das hat eine neue Studie der Chicago Medical School in den USA gezeigt.

In einer Untersuchung haben die amerikanischen Wissenschaftler die Daten von mehr als 3.000 Teilnehmern über 45 Jahren ausgewertet. Dabei wurden die Freiwilligen zu diversen Risikofaktoren für Herzkrankheiten befragt und untersucht: darunter Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes, Rauchverhalten, Körpergröße und -gewicht, Herzkrankheiten in der Familiengeschichte und eben auch das Schlafverhalten.

Das Ergebnis: Diejenigen, die kürzer als sechs Stunden in der Nacht schliefen, erkrankten häufiger an Herzinfarkt und Schlaganfall oder Herzschwäche. Wer länger als acht Stunden schlief, litt häufiger an der koronaren Herzkrankheit und Angina pectoris. Optimal sei offensichtlich eine Schlafdauer von etwa sechs bis acht Stunden, so die Experten.

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Schon frühere Studien haben gezeigt, dass die Herzgesundheit mit der Schlafdauer zusammenhängt. So gehen Schlafstörungen oft mit Übergewicht, Diabetes, Herzinfarkten und Schlaganfällen einher. In einer norwegischen Studie hatten Menschen mit Einschlafproblemen ein erhöhtes Herzinfarktrisiko. Eine Studie aus dem Jahr 2008 zeigte, dass eine kurze Schlafenszeit das Risiko für die koronare Herzkrankheit erhöhte. Mit jeder zusätzlichen Stunde Schlaf sank das Risiko für Verengungen der Herzkranzgefäße dabei um 33 Prozent.

Die neuen Erkenntnisse gehen in eine ähnliche Richtung, obschon sie keine wirklichen Hinweise auf den Grund für den Zusammenhang zwischen Schlafenszeit und Herzgesundheit liefern können. Allerdings gebe es verschiedene Mechanismen, über die der Schlaf das Herz beeinflusst. So sei eine verkürzte Schlafenszeit mit einer Überaktivierung des sympathischen Nervensystems verbunden. Dadurch steigen die Kortisol-Level an, das Insulin kann nicht mehr richtig wirken, der Blutdruck steigt – alles Faktoren, die das Herz schädigen können.

Weniger klar sei der Grund für die negativen Auswirkungen einer verlängerten Schlafdauer. Die Forscher vermuten, dass hier wahrscheinlich zusätzliche Faktoren eine Rolle spielen. Dass etwa zusätzliche Erkrankungen wie Diabetes, Lungenerkrankungen oder soziale Faktoren nicht nur dazu führen, dass die Betroffenen häufiger an der koronaren Herzkrankheit erkranken, sondern dass die gleichen Faktoren auch ein höheres Schlafbedürfnis auslösen. Beim Wecker zu häufig auf die "Schlummertaste" zu schlagen, scheint für das Herz also ebenso schädlich zu sein, wie sein Schlafbedürfnis zu unterdrücken.

KK

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