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Unglückliche Frau am Arbeitsplatz

Auch Menschen, die noch mitten im Berufsleben stehen, leiden unter der Einsamkeit des Alleinlebens.
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So. 25. März 2012

Alleinleben fördert Depressionen

Menschen, die allein leben, haben ein um bis zu 80 Prozent erhöhtes Risiko, an einer Depression zu erkranken. Das ist das Ergebnis einer finnischen Studie, die im Fachmagazin BMC Public Health erschienen ist. Das Erstaunliche dabei: das Risiko erhöht sich dabei nicht nur für ältere Menschen, sondern auch für Menschen, die noch mitten im Berufsleben stehen.

Dass das Alleinleben das Risiko für psychische Probleme bei älteren Menschen erhöht, ist bereits aus vorherigen Studien bekannt. Allerdings gab es bislang kaum Erkenntnisse darüber, wie sich das Single-Dasein auf Menschen auswirkt, die noch arbeiten. Die finnischen Wissenschaftler haben nun 3.500 Männern und Frauen über sieben Jahre beobachtet und ihre Lebensumstände genauer betrachtet.

Dabei interessierten sie sich besonders für das Rauch- und Trinkverhalten der Testpersonen, dafür wie sehr sie in ihrer Freizeit körperlich aktiv sind und ob sie Antidepressiva nehmen. Anhand der Einnahmehäufigkeit für Antidepressiva konnten die Experten dann feststellen, dass Menschen, die allein leben, bis zu 80 Prozent häufiger an Depressionen leiden als diejenigen, die in Familien oder ähnlichen sozialen Gruppen integriert sind.

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Bei Frauen wurde dieses Risiko insbesondere auch durch eine geringe Schulbildung und ein geringes Einkommen erhöht. Bei Männern spielten vor allem schlechte Arbeitsbedingungen und mangelnde Unterstützung im Berufs- und Privatleben sowie ein starker Alkoholkonsum eine Rolle.

Die Dunkelziffer an unerkannten Depressionen dürfte den Forschern zufolge sogar noch höher liegen. In Studien wie dieser würde das Risiko für Depressionen unterschätzt: zum einen, weil gerade die Betroffenen meist nicht über die gesamte Studiendauer an den Untersuchungen teilnehmen und so aus der Auswertung herausfallen, zum anderen, weil die Experten sich nur auf die Verschreibung von Antidepressiva stützen konnten. Wie viele der Studienteilnehmer eine Depression haben, die nicht behandelt wird, bleibt daher unklar.

KK

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