Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Meditation stärkt das Gehirn

Aktuelles

Meditierende Frau

Meditation macht Falten - im Gehirn. Keine Sorge, Wissenschaftler bewerten das als gutes Zeichen.
© mauritius images

Fr. 16. März 2012

Meditation stärkt das Gehirn

Jahrelange Meditation kann das Hirn und besondere die Verbindungen der Nervenzellen untereinander stärken. Amerikanische Forscher der University of California in Los Angeles haben nun einen weiteren positiven Effekt der Meditation entdeckt. Langzeit-Meditierer haben demnach eine stärker gefaltete Großhirnrinde, was die Informationsverarbeitung im Gehirn fördere.

Anzeige

Die Wissenschaftler haben 49 Testpersonen untersucht. 23 von ihnen meditierten im Durchschnitt seit etwa 20 Jahren regelmäßig. Um die Hirnbeschaffenheit zu untersuchen, erfolgten Kernspin-Aufnahmen, die mit denen von gesunden Kontrollpersonen verglichen wurden. Bei den aktiv Meditation praktizierenden Testpersonen zeigte sich eine deutlich stärkere Faltung der Hirnoberfläche. Besonders erwähnenswert ist, dass diese Hirnfaltung mit der Anzahl der Meditationsjahre zusammenhing: Je länger die Testperson schon meditierte, desto stärker war auch die Hirnoberfläche gefaltet.

Die Großhirnrinde ist vor allem für das Gedächtnis, die Informationsverarbeitung, das Bewusstsein und die Aufmerksamkeit zuständig. Sie ist stark gefaltet, Mediziner nennen diese Faltenbildung Gyrifikation. Dadurch vergrößert sich zum einen die Oberfläche der Hirnrinde, zum anderen aber kommen durch die Falten und Täler bestimmte Hirnregionen miteinander in Kontakt, was Experten zufolge die Hirnleistung fördert. Je mehr Falten die Hirnoberfläche aufweist, desto schneller werden Erinnerungen gebildet und Informationen verarbeitet.

Natürlich können die Veränderungen in der Hirnoberfläche auch mit anderen Umwelteinflüssen als der Meditation zusammenhängen oder gar genetisch bedingt sein, geben die Forscher zu bedenken. Dennoch würde gerade die Zunahme der Gyrifikation mit steigender Zahl der Meditationsjahre einen Hinweis darauf geben, dass die Effekte auch auf die Meditation zurückzuführen seien.

KK

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

MRT auch mit Kupferspirale möglich

Eine MRT-Untersuchung hat bei Frauen, die mit Spirale verhüten, keine Nebenwirkungen.

Von Brustkrebs- zu harmlosen Fettzellen

Forscher haben Krebszellen ausgetrickst und in harmlose Fettzellen umgewandelt.

Neuer Ansatz stoppt Brustkrebs-Metastasen

Wissenschaftler haben Wirkstoffe gefunden, die eine Metastasenbildung bei Brustkrebs verhindern können.

Wenn das Gehirn Lust auf Dopamin hat

Was und wie viel wir essen, haben wir offenbar nur zum Teil unter Kontrolle.

Hormontherapie gegen Kniearthrose?

Östrogen könnte bei Frauen in den Wechseljahren Schäden am Knorpel hemmen.

Spermienqualität gefährdet Embryo

Die Qualität des Spermas könnte das Risiko für eine Fehlgeburt erhöhen.

Beim metabolischen Syndrom Vitamin C

US-Forscher sind davon überzeugt, dass sich dadurch die Stoffwechsellage bessert.

Mehr Haustiere gleich weniger Allergien

Kontakt zu Haustieren scheint das Allergierisiko bei Kindern zu senken - und zwar je mehr Tiere, desto besser.

Fitness: 12-Tage-Plan für das neue Jahr

Jeden Tag eine neue Übung: So kommen Sie nach den Feiertagen wieder in Form.

Radeln reduziert den Bauchumfang

Sport lässt Fettpolster am Bauch schmelzen, die das Risiko für viele Krankheiten erhöhen.

Warum im Alter der Geruchssinn abnimmt

Das haben Forscher mit der sogenannten Konfetti-Technik herausgefunden.

Bewegung hebt die Stimmung

Das gilt besonderes bei Personen mit psychischen Erkrankungen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen