Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Wenn junge Frauen Alkohol trinken

Aktuelles

Junge Frauen feiern und trinken Sekt.

Sekt hebt die Stimmung, aber regelmäßig genossen auch das Risiko für bestimmte Erkrankungen der Brust.
© yanlev - Fotolia

Di. 10. April 2012

Junge Frauen: Alkohol erhöht das Risiko für Brusterkrankung

Trinken junge Frauen Alkohol, steigt ihr Risiko, eine gutartige Brusterkrankung zu bekommen. Dies geht aus einer Studie hervor, die US-amerikanische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Pediatrics veröffentlicht haben.

Anzeige

Die Studie des Teams um Graham A. Colditz von der Washington University School of Medicine in St. Louis bezog sich auf Frauen zwischen 18 und 22 Jahren. Mit jedem alkoholischen Getränk, das die Frauen durchschnittlich pro Tag mehr konsumierten, erhöhte sich ihr Risiko für einen gutartigen Knoten im Brustgewebe um 15 Prozent. Gutartige Brusterkrankungen gehen mit einem höheren Brustkrebsrisiko einher, stellten die Wissenschaftler fest.

Selbst wenn die Frauen während der Teenager-Zeit verstärkt Folsäure zu sich genommen hatten, senkte dies ihr Erkrankungsrisiko nicht. Folsäure ist ein Vitamin, das eine wichtige Rolle bei der Reparatur der Erbsubstanz in den Körperzellen spielt. Seine Wirksamkeit wird jedoch durch Alkohol beeinträchtigt.

In der Jugend scheinen Frauen besonders empfindlich auf krebsauslösende Stoffe zu reagieren, weil sich die Zellen in der Zeit zwischen der ersten Regelblutung und der Geburt des ersten Kindes sehr schnell teilen und spezialisieren, so die Forscher. Sie betrachten daher mit Sorge, dass der Genuss von Alkohol bei heranwachsenden Mädchen und Frauen normal geworden ist. Der einzige Weg, solchen Brust-Erkrankungen vorzubeugen, sei es, in dieser Lebensphase weniger alkoholischen Getränken zuzusprechen.

Bei Erwachsenen ist Alkohol ein bekannter leichter Risikofaktor für Brustkrebs. Mit jeden zusätzlichen 10 Gramm Alkohol pro Tag, was etwa einem 1/8 Liter Wein oder 1/4 Liter Bier entspricht, steigt das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, um 7 bis 10 Prozent.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warum Frauen öfter Migräne haben

Die Hormone könnten dabei eine wichtige Rolle spielen.

Wo sich Keime im Flugzeug wohl fühlen

Auf bestimmten Oberflächen tummeln sich besonders viele Erreger.

Warum Handys die Augen schädigen

Blaues Licht zerstört offenbar Zellen im Auge, die für das Sehen zuständig sind.

Eltern sind wichtiger als Freunde

Das gilt auch für junge Erwachsene, wie eine neue Studie zeigt.

Vielseitige Ernährung nicht immer gesund

Wer sich vielseitig ernährt, nimmt häufig auch mehr Kalorien zu sich.

Alkohol macht Lust auf Ungesundes

Bier, Wein & Co wirken sich auch auf unsere Ernährungsgewohnheiten aus.

Neues Medikament beugt Herzinfarkt vor

Der Wirkstoff greift Darmbakterien an, die an Herz-Kreislauf-Krankheiten beteiligt sind.

Bakterien trotzen Desinfektionsmittel

Krankenhauskeime werden zunehmend resistent gegenüber Desinfektionsmitteln.

Psychische Krankheit wegen Virus?

Ein Herpesvirus könnte für Depressionen und bipolare Störungen verantwortlich sein.

Pflegende Angehörige schlafen oft schlecht

9 von 10 Menschen, die ihre demenzkranken Angehörigen pflegen, leiden unter Schlafmangel.

Kopfverletzung: Bluttest statt CT?

Der Test liefert deutliche Hinweise auf schwere Komplikationen wie Hirnblutungen.

Länger ansteckend bei Übergewicht?

Das Körpergewicht könnte für die Verbreitung der Grippe eine Rolle spielen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen