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Kinder turnen auf einem Klettergerüst.

In Wohnvierteln, in denen es viele Parks und Spielplätze gibt, sind Kinder seltener übergewichtig.
© DAK / Schläger

Do. 12. April 2012

Manche Wohnviertel machen Kinder dick

Sag mir wo du wohnst, und ich sage dir, wie viel dein Kind wiegt ... So einfach ist es zwar nicht, doch laut Untersuchungen US-amerikanischer Wissenschaftler neigen Kinder mancher Wohnviertel eher dazu, übergewichtig zu werden als andere.

Für Übergewicht gibt es viele Gründe: Neben einer genetischen Veranlagung sind Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten ausschlaggebend. Diese wiederum sind eng an das Umfeld gekoppelt, in dem Kinder aufwachsen. Aus diesem Grund kategorisierten Wissenschaftler vom Seattle Children Research Institute Wohnviertel von Seattle und San Diego je nach den dortigen Gegebenheiten für Ernährung und Bewegung.

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In puncto Ernährung wurde vermerkt, wie viele Supermärkte es in der Gegend gab und wie hoch die Konzentration von Fast-Food-Ketten war. Für die Bewegungsmöglichkeiten kam es darauf an, wie gut sich Kinder zu Fuß in dem Viertel bewegen konnten und ob sich mindestens ein größerer, für Kinder geeigneter Park in der Nähe befand.

Die Studienergebnisse, die im American Journal of Preventive Medicine veröffentlicht wurden, zeigen, dass es eine wichtige Rolle spielt, ob ein Wohnviertel gut begehbar ist, wie nah größere Parkanlagen sind und ob Kinder Zugang zu gesunden Lebensmitteln haben. Kinder, die in Vierteln mit einer schlechteren Ausstattung lebten, waren häufiger übergewichtig. Die Rate betrug fast 16 Prozent. Auf der anderen Seite, waren nur acht Prozent der Kinder fettleibig, die in Vierteln aufwuchsen, in denen es genug Möglichkeiten für Bewegung und gesunde Ernährung gab.

"Bei fettleibigen Kindern denken Menschen oft sofort an körperliche Aktivität und Ernährungsgewohnheiten, aber sie verbinden die Krankheit nicht unbedingt mit der Frage, wo jemand aufwächst", sagte der Studienleiter und Professor für Kinderheilkunde Brian Saelens. "Unsere Daten legen nahe, dass wir unsere Umgebung dahingehend verändern müssen, dass sie für sportliche Aktivitäten attraktiver wird und eine gesunde Ernährung unterstützt."

hh

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