Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Mit PC-Spiel ADHS behandeln

Aktuelles

Kleines Mädchen mit Computer-Tastatur und -Maus

Kinder mit ADHS könnten in Zukunft von einem speziellen Computerspiel profitieren, das gezielt die Konzentration fördert.
© st-fotograf - Fotolia

Mo. 16. April 2012

Mit PC-Spiel ADHS behandeln

Ein spezielles Computerspiel kann Kindern mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörung (ADHS) helfen. Das haben Forscher von der Universität Wollongong im australischen Bundesstaat New South Wales herausgefunden. Das PC-Spiel bietet somit eine Medikamenten-freie Alternative für die ADHS-Behandlung.

Unkonzentriert und impulsiv - so werden Kinder mit ADHS oft charakterisiert. Auf der Suche nach einem Weg, diese Symptome der Erkrankung ohne Arzneimittel zu lindern, sind die Psychologen um Professor Stuart Johnstone auf eine neue Methode gestoßen: Mithilfe eines Computerspiel-Trainings konnte das Verhalten der jungen Patienten verbessert werden. Die Verbesserung hielt dabei auch sechs Wochen nach Abschluss des Trainings noch an. Johnstones Untersuchungen zeigten darüber hinaus, dass das computergestützte Hirn-Training auch bei Kindern ohne ADHS ähnlich positive Ergebnisse bewirkte.

Anzeige

In Zusammenarbeit mit einer Software-Firma hatten die Wissenschaftler ein spezielles PC-Spiel entwickelt, das gezielt das Gedächtnis der Kinder trainiert, sowie die Fähigkeit, überbordende Impulsivität zu kontrollieren. Es steht im Gegensatz zu herkömmlichen Computerspielen, die mathematisches Verständnis oder sprachliche Fähigkeiten üben.

In dem Spiel schlüpfen die 7- bis 13-Jährigen in die Rolle eines Zauberer-Lehrlings, der sich 12 "Mini-Aufgaben" stellen muss. Dabei lässt sich mithilfe eines Elektroenzephalogramms, das während des Spielens aufgenommen wird, kontrollieren, wie sich die Leistung der Kinder verbessert hat.

FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Helfen E-Zigaretten beim Rauchstopp?

Eine aktuelle Studie hat die Erfolgsquote von Dampfern und Nicht-Dampfern verglichen.

HIV: Monatliche Spritze statt Pillen

Eine Injektion könnte die tägliche Tabletteneinnahme ersetzen.

Was das Leben um 7 Jahre verlängert

Eine neue Studie zeigt, was die Lebenserwartung verlängert.

Abnehmen: Auf diese Mahlzeit kommt es an

Wann und wie häufig wir essen, spielt bei einer Diät eine wichtige Rolle.

Impfung gegen Mückenspucke im Test

Die Impfung könnte vor Malaria, Gelbfieber und Zika schützen.

Führen Antibiotika zu Geburtsfehlern?

Einige Wirkstoffe könnten dem ungeborenen Baby schaden.

Aortendissektion wird oft nicht erkannt

Die Symptome ähneln denen eines akuten Herzinfarktes.

Beugen Darm-Viren Typ-1-Diabetes vor?

US-Forscher finden einen Virenstamm, der das Diabetes-Risiko verringert.

Warum bei Diabetes die Zähne leiden

Eine neue Studie zeigt einen bisher unbekannten Zusammenhang.

Versteckte Viren verstärken MS

Herpesviren lösen Multiple Sklerose nicht aus, können aber den Verlauf beeinflussen.

Hände verraten viel über Selbstkontrolle

Wie man sich entscheidet, ist oft schon vorher an den Händen zu erkennen.

Bauernhoftiere schützen vor Allergien

Der Kontakt mit Tieren nimmt positiven Einfluss auf die Aktivität des Immunsystems.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen