Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Allergie: einfachere Hyposensibilisierung

Aktuelles

Mann putzt sich die Nase.

Gräser oder Baumblüten: Im Frühjahr werden sie vielen Allergikern zur Plage.
© detailblick - Fotolia

Sa. 21. April 2012

Neues Pflaster lindert Gräserpollen-Allergie

Eine Hyposensibilisierung gegen eine Gräserpollen-Allergie ist langwierig und oft unangenehm. Ein spezielles Pflaster, das Schweizer Forscher zurzeit entwickeln, könnte das ändern.

Anzeige

Das Pflaster, an dem Gabriella Senti und ihre Kollegen vom Universitätsspital Zürich gerade arbeiten, bringt die Allergene von sechs verschiedenen Gräserpollen in die Haut ein. In einer im Journal of Allergy and Clinical Immunology veröffentlichten Studie mit 132 Heuschnupfen-Patienten erwies sich das Pflaster als effizienter und sicherer Ansatz: Sechs eintägige Anwendungen am Oberarm, verteilt auf zwei Monate, bevor die Gräserpollen-Saison startete, linderten die Symptome der Patienten im Schnitt um 70 Prozent - auch noch im Folgejahr. Pflaster mit wenig oder gar keinem Pollenextrakt erreichten nur eine 30-prozentige Linderung. Schwerwiegende Nebenwirkungen wie ein allergischer Schock traten dabei laut der Forscher nicht auf. Momentan bemühen sie sich, letzte Hindernisse auszuräumen, um die Anwendung der Pflaster praxistauglich zu machen.

In den westlichen Industrienationen leidet jede dritte Person unter einer Allergie auf Gräserpollen, die sich ungefähr von Anfang Mai bis Mitte Juli mit dem Wind ausbreiten. Die einzige wirksame Behandlung gegen Heuschnupfen besteht darin, die überschießende Abwehrreaktion der Allergiker mit einer sogenannten allergen-spezifischen Immuntherapie, der Hyposensibilisierung, zu normalisieren.

Wer mehr über Heuschnupfen, Allergien und ihre Behandlung wissen möchte, findet viele Informationen im Themenspecial Allergie und Heuschnupfen auf aponet.de.

RF

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Heißes Öl verschmutzt die Raumluft

Öl, das beim Braten aus der Pfanne spritzt, kann nicht nur der Haut schaden.

Weniger Sonne, mehr Rachitis-Patienten?

Ein Mangel an Vitamin D führt zu einer Verformung der Knochen.

Hundebesitzer leben länger

Vor allem die Gesundheit von Singles profitiert, wenn ein Vierbeiner im Haushalt lebt.

Lässt sich Typ-1-Diabetes heilen?

Bei Mäusen ist es bereits möglich, die Zuckerkrankheit rückgängig zu machen.

Wer raucht und trinkt, sieht älter aus

Alkohol und Zigaretten verändern unser Aussehen, wie eine neue Studie zeigt.

Fernsehen erhöht Thrombose-Risiko

Je mehr Zeit wir vor dem Fernseher sitzen, desto höher ist die Gefahr für ein Blutgerinnsel.

Warum Kopfschmerzen so quälend sind

Das Schmerzempfinden hängt auch mit unseren Emotionen zusammen.

Diese Lebensmittel beugen Diabetes vor

Antioxidantien verringern offenbar das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Hitzewellen töten auf 27 Arten

Forscher haben analysiert, wie tödlich Hitze für den menschlichen Körper ist.

Wie ein Bakterium zu Magenkrebs führt

Eine Infektion mit Helicobacter pylori kann weitreichende Folgen haben.

Diabetes: Typ 3c wird oft nicht erkannt

Viele Patienten erhalten fälschlicherweise die Diagnose Typ-2-Diabetes.

Wann wir uns geliebt fühlen

Kleine Gesten sind einer Umfrage zufolge viel wichtiger als große Romantik.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen