Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Probleme durch frühe Pubertät

Aktuelles

Teenie

Die Pubertät geht mit einer höheren Konzentration von Sexualhormonen einher. Beginnt sie zu früh, kann das psychische Probleme mit sich bringen.
© mauritius images

Fr. 27. April 2012

Zu frühe Pubertät bringt psychische Probleme

Mädchen, bei denen die Pubertät extrem früh einsetzt, haben häufiger psychische Probleme. Dies zeigt eine aktuelle Studie, die in der Fachzeitschrift The Obstetrician & Gynaecologist veröffentlicht wurde.

Die vorzeitige Pubertät geht mit einer höheren Konzentration von Sexualhormonen einher, wie sie normalerweise erst bei älteren Mädchen auftritt. Dies kann psychische Probleme mit sich bringen, fanden die Forscher heraus, zum Beispiel dass sich Kinder nicht mehr altersgerecht, sondern wie Jugendliche verhalten. Psychisch belastend könne zudem sein, wenn andere ein solches Verhalten von dem Kind aufgrund des frühreifen Aussehens auch noch erwarten. Die Studie zeigte zudem auf, dass die Mädchen wegen ihrer frühen körperlichen Reife ein erhöhtes Risiko für sexuellen Missbrauch und frühe Schwangerschaften haben.

Anzeige

Die zu frühe Körperreife kann weitere körperliche Probleme nach sich ziehen. So setzt auch der zur Pubertät gehörende Wachstumsschub früher ein. Er stoppt allerdings auch früh – zu früh. Deshalb geht die frühe Pubertät trotz des anfänglichen Wachstumsspurts oft mit Kleinwuchs einher.

Normalerweise beginne die Pubertät mit etwa zehn Jahren, schreibt Sakunthala Sahithi Tirumuru, von der Abteilung für Geburtshilfe und Gynäkologie des Alexandra Hospital in Redditch, Großbritannien. Bei manchen Mädchen setzt die Pubertät jedoch eher ein. Acht Jahre seien noch im Bereich des Normalen. Entwickeln sich die Geschlechtsmerkmale schon vor dem achten Lebensjahr, spreche man von vorzeitiger Geschlechtsreife oder Pubertas praecox.

Für eine Behandlung ermitteln Ärzte, wie es zu der Erhöhung der Sexualhormone kommt. Sie versuchen dann gezielt, die vorzeitige Pubertät zu stoppen und, wenn möglich, rückgängig zu machen. So sollen die psychologischen Konsequenzen und der Kleinwuchs vermieden werden.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warum Schlafapnoe so gefährlich ist

Oft hängen nächtliche Atemaussetzer mit Bluthochdruck zusammen, der sich nur schwer behandeln lässt.

Herzinfarkt: Zögern ist gefährlich

Auch schleichend beginnende Beschwerden sind ein Notfall und müssen ernst genommen werden.

Vorurteile wirken sich auf Krebstherapie aus

Unverheiratete Patienten werden bei der Behandlung offenbar benachteiligt.

Warum wir zunehmen, wenn wir älter werden

Viele Menschen legen mit den Jahren an Gewicht zu, obwohl sie sich genauso ernähren wie zuvor.

Filter schützen vor Schlaganfall

Ein Filter, der in die Halsschlagader eingesetzt wird, schützt Patienten vor einem Schlaganfall.

Wie Hörgeräte die Gesundheit schützen

Ein unbehandelter Hörverlust kann Stürze, Depressionen und sogar Demenz nach sich ziehen.

Vegetarier haben ein gesünderes Herz

Wer auf Fleisch verzichtet, hat ein geringeres Risiko für eine Gefäßverkalkung.

Krebs tödlicher als Herz-Kreislauf-Leiden

In reichen Ländern ist Krebs mittlerweile die Todesursache Nummer eins.

Früher Tod durch süße Getränke?

Ab zwei Softdrinks täglich, egal ob mit Zucker oder Süßstoff, steigt das Risiko.

Zeit mit den Enkeln hält gesund

Senioren, die regelmäßig etwas mit ihren Enkeln unternehmen, leben länger.

Gluten schadet Gesunden nicht

Wer nicht unter einer Unverträglichkeit leidet, muss auf Brot, Nudeln & Co nicht verzichten.

Dicke Menschen sind eher depressiv

Mit jedem überflüssigen Kilo steigt das Risiko für eine Depression.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen