Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Kaffee stoppt den geistigen Abbau

Aktuelles

Vitales, älteres Pärchen

Geistig länger frisch bleiben - das gelingt mit mäßigem Kaffeegenuss.
© Patrizia Tilly - Fotolia

Mo. 07. Mai 2012

Diabetes: Koffein könnte Gedächtnisverlust vorbeugen

Ein schlecht eingestellter Blutzucker erhöht bei Diabetikern das Risiko für Demenzerkrankungen. Portugiesische Forscher fanden nun heraus, wie sie mit Koffein die Veränderungen des Gehirns verzögern können.

Anzeige

Die Wissenschaftler haben nachgewiesen, dass hoher Blutzucker bei Diabetes die Vernetzung der Nervenzellen im Gehirn stört. Betroffen davon ist besonders ein Hirnbereich, der Hippocampus genannt wird. Zugleich gibt es hier Strukturen, an die Koffein binden kann, um dies zu verzögern. In den Untersuchungen der portugiesischen Forscher legten zuckerkranke Mäuse, die Koffein entsprechend acht Tassen Kaffee im Trinkwasser gehabt hatten, während der Studie nicht nur weniger an Gewicht zu als ihre koffeinfreien Artgenossen, auch die Veränderungen im Gehirn waren weniger ausgeprägt.

Dies bedeute aber nicht, dass nun jeder acht Tassen Kaffee am Tag trinken solle, betonte Professor Dr. Rodrigo Cunha vom Zentrum für Neurowissenschaften und Zellbiologie an der Universität Coimbra. Diese Menge sei in der Tat viel zu groß. Zu einem moderaten Konsum könne allerdings geraten werden. Ziel der Studie sei es außerdem nicht gewesen, eine wirksame Koffeindosis herauszufinden, sondern zu untersuchen, welche Veränderungen der Diabetes verursache und auf welche Weise Koffein hier schützend eingreife. Die anregende Substanz aus Kaffee und Tee könne in weiteren Studien als Modellsubstanz für mögliche Arzneistoffe dienen, die gezielter wirken.

MP

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Warum Mini-Märkte das Herz gefährden

Wer in der Nähe eines Kiosks wohnt, hat ein höheres Risiko für verkalkte Arterien.

Nierenkrank durch Schmerzmittel

Auch junge Menschen sind davon betroffen, wie eine neue Studie zeigt.

Effektiv abnehmen mit Intervalltraining

Abwechselnde Belastungs- und Erholungsphasen lassen Pfunde schneller schmelzen.

Virusinfektion könnte Zöliakie auslösen

Forscher finden einen Zusammenhang dieser Art der Gluten-Überempfindlichkeit mit verbreiteten Erregern.

Wechseljahre: Pflaster statt Tabletten?

Bei lokal angewendeten Hormonen treten bestimmte Nebenwirkungen seltener auf.

Neue Nervenzellen durch Arznei-Cocktail

Dadurch könnten sich künftig möglicherweise Hirnschäden reparieren lassen.

So schädlich sind Tabakerhitzer

Für die Lunge sind Tabakerhitzer genauso gefährlich wie herkömmliche Zigaretten.

Stent und OP schützen vor Schlaganfall

Forscher haben untersucht, welche Methode bessere Erfolge zeigt.

Kann ein Magenbypass Diabetes stoppen?

Bei vielen Patienten geht die Zuckerkrankheit nach der Operation zurück.

Selbstmitgefühl tut gut

Wer sich selbst mit positiven Gedanken begegnet, ist entspannter und glücklicher.

Psoriasis-Medikament schützt die Gefäße

Sogenannte Biologika senken auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Fettleibigkeit lässt Krebs-Fälle steigen

Das betrifft auch immer mehr junge Erwachsene, warnen Mediziner.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen