Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Erst Herzrasen, dann Vorhofflimmern?

Aktuelles

Arzt hört seinem Patienten die Brust ab

Obwohl das gefühlte Herzrasen meist harmlos sei, empfehlen Wissenschaftler, dennoch zu prüfen, ob eine Erkrankung zugrunde liege.
© forestpath - Fotolia

Mi. 16. Mai 2012

Erst Herzrasen, dann Vorhofflimmern?

Viele kennen das unangenehme Gefühl, wenn das Herz stark klopft oder davonzurasen scheint, obwohl man selbst eigentlich nichts Besonderes tut. Zum Glück ist Herzrasen in aller Regel harmlos. Es kann jedoch, zusammen mit einem erhöhten Blutdruck, das Risiko für Vorhofflimmern erhöhen.

Anzeige

Norwegische Forscher hatten rund 23.000 Menschen zwischen 25 und 96 Jahren über gut 11 Jahre beobachtet. In diesem Zeitraum kam es bei 361 Frauen und 461 Männern zu Vorhofflimmern, einer Rhythmusstörung des Herzens. Herzrasen, das in der gesamten Gruppe häufig auftrat, erhöhte dabei das Risiko für das Vorhofflimmern bei Frauen um 62 Prozent, bei Männern um 91 Prozent.

Vorhofflimmern ist zurzeit die am weitesten verbreitete Herzrhythmusstörung. Den Wissenschaftlern zufolge gehört Vorhofflimmern wiederum selbst zu den Haupt-Risikofaktoren für Herzversagen, Schlaganfall und einen früheren Tod. Hoher Blutdruck war bereits ein bekannter Risikofaktor für Vorhofflimmern, was die Forscher in ihrer Studie nun auch bestätigen konnten. Noch nicht untersucht worden war bisher jedoch der Zusammenhang zwischen subjektiv empfundenem Herzrasen oder Herzklopfen und der Herzrhythmusstörung. Obwohl das gefühlte Herzrasen oder -klopfen meist harmlos sei, empfehlen die Wissenschaftler, dennoch zu prüfen, ob eine Erkrankung zugrunde liege und die Gefahr für zukünftiges Vorhofflimmern bestehe. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in dem Fachmagazin European Journal of Preventive Medicine.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Nierenkrank durch Schmerzmittel

Auch junge Menschen sind davon betroffen, wie eine neue Studie zeigt.

Effektiv abnehmen mit Intervalltraining

Abwechselnde Belastungs- und Erholungsphasen lassen Pfunde schneller schmelzen.

Virusinfektion könnte Zöliakie auslösen

Forscher finden einen Zusammenhang dieser Art der Gluten-Überempfindlichkeit mit verbreiteten Erregern.

Wechseljahre: Pflaster statt Tabletten?

Bei lokal angewendeten Hormonen treten bestimmte Nebenwirkungen seltener auf.

Neue Nervenzellen durch Arznei-Cocktail

Dadurch könnten sich künftig möglicherweise Hirnschäden reparieren lassen.

So schädlich sind Tabakerhitzer

Für die Lunge sind Tabakerhitzer genauso gefährlich wie herkömmliche Zigaretten.

Stent und OP schützen vor Schlaganfall

Forscher haben untersucht, welche Methode bessere Erfolge zeigt.

Kann ein Magenbypass Diabetes stoppen?

Bei vielen Patienten geht die Zuckerkrankheit nach der Operation zurück.

Selbstmitgefühl tut gut

Wer sich selbst mit positiven Gedanken begegnet, ist entspannter und glücklicher.

Psoriasis-Medikament schützt die Gefäße

Sogenannte Biologika senken auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Fettleibigkeit lässt Krebs-Fälle steigen

Das betrifft auch immer mehr junge Erwachsene, warnen Mediziner.

Ausdauertraining schärft den Verstand

Das gilt auch für junge Menschen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen