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Pendlerin am Bahnsteig

Berufspendler verbringen viel Zeit mit Warten und Sitzen.
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Di. 08. Mai 2012

Pendler leben gefährlich

Lange Anfahrtswege mit dem Auto können der Gesundheit schaden – und zwar nicht, weil man einen Unfall baut. Wer lange Zeit hinter dem Steuer sitzt, ist körperlich oft weniger fit und bringt mehr Gewicht auf die Waage, als Arbeitnehmer mit kurzem Anfahrtsweg: Mit den entsprechenden Risiken für die Gesundheit.

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Eine neue Studie amerikanischer Forscher hat gezeigt, dass längere Autofahrten zur Arbeit und zurück mit einer verringerten Leistungsfähigkeit von Herz und Lunge und damit einer schlechteren Sauerstoffversorgung einhergehen. Pendler, die länger Zeit sitzend im Auto verbrachten, waren insgesamt weniger körperlich aktiv, als Studienteilnehmer, die dichter an ihrer Arbeit wohnten. Dies galt besonders für jene, die mehr als 25 Kilometer mit dem Auto pendeln mussten. Bei großen Distanzen stieg auch das Risiko für Fettleibigkeit an. Die Autofahrer hatten ein höheres Gewicht, einen größeren Taillenumfang und einen höheren Blutdruck. Schon Strecken über 16 Kilometer führten zu einem höheren Blutdruck. Dies alles sind Faktoren, die langfristig zu Herz-Kreislauf-Krankheiten führen können.

Eine Erklärung für das schlechtere Abschneiden der weiter von ihrem Arbeitsplatz entfernt wohnenden Pendler lieferte Forschungsleiterin Christine M. Hoehner von der Washington University in St. Louis: Die Zeit, die für das Autofahren benötigt wird, könnte die Zeit ersetzen, die sonst für andere Aktivitäten wie Sport genutzt werden würde. Wer länger im Auto sitzt, scheint zudem über den Tag gerechnet weniger Kalorien zu verbrauchen.

hh

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