Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung ASS & Co. schützen die Haut

Aktuelles

Frau liegt am Strand in der Sonne.

Sonnenbräune sieht attraktiv aus, die UV-Strahlung kann jedoch Hautkrebs auslösen.
© mauritius images

Di. 29. Mai 2012

Schmerzmittel können vor Hautkrebs schützen

Wer häufig entzündungshemmende Schmerzmitteln, wie Acetylsalicylsäure (ASS), Ibuprofen oder Naproxen, einnimmt, bekommt seltener Hautkrebs, berichten dänische Forscher online im Fachmagazin CANCER. Ein Freibrief für den unreflektierten Gebrauch sollte dies allerdings nicht sein.

Anzeige

Menschen, die entzündungshemmende Schmerzmittel - sogenannte nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) - über einen Zeitraum von sieben oder mehr Jahren oder mit einer höheren Intensität einnahmen, hatten den Forschern zufolge ein deutlich geringeres Risiko, an Stachelzellkrebs sowie an schwarzem Hautkrebs zu erkranken. Auf die Entstehung von weißem Hautkrebs im Ganzen hatten die Schmerzmittel keinen Einfluss.

Das Team um Sigrún Alba Jóhannesdóttir von der Universitätsklinik Aarhus in Dänemark hatte untersucht, ob die Medikamente das Risiko senken konnte, an einer der drei häufigsten Arten von Hautkrebs zu erkranken: dem weißen Hautkrebs oder Basalzellkarzinom, dem Stachelzellkrebs oder Plattenepithelkarzinom und dem schwarzen Hautkrebs oder malignem Melanom.

Schon frühere Studien hatten den Forschern zufolge nahegelegt, dass die Einnahme entzündungshemmender Schmerzmittel auch das individuelle Risiko verringern kann, verschiedene andere Krebsarten zu bekommen. Diese Medikamente allein zur Hautkrebsvorsorge einzunehmen, wäre jedoch fahrlässig, denn der Dauergebrauch kann ernste Nebenwirkungen, unter anderem am Magen-Darm-Trakt, nach sich ziehen. Die beste Hautkrebsvorsorge ist nach wie vor, die Haut vor intensiver Sonnenstrahlung zu schützen. Das gilt besonders für Kinder.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Cannabidiol als Antibiotikum entdeckt

Die Substanz, die aus Cannabis gewonnen wird, wirkt sogar gegen resistente Bakterien.

Angst vor Essen macht krank

Wer viele Nahrungsmittel meidet, hat ein höheres Risiko für diverse Krankheiten.

Mit Joghurt gegen Darmkrebs

Schon zwei Portionen pro Woche könnten das Risiko deutlich senken.

Postnatale Depression betrifft auch Männer

Nicht nur Frauen können nach der Geburt ihres Kindes in ein Stimmungstief fallen.

Blutdrucksenker gegen Alzheimer?

Der Wirkstoff Nilvadipin verbessert offenbar die Hirndurchblutung.

Hautkrebs-Diagnose durch Computer?

Künstliche Intelligenz schlägt Ärzte bei der Diagnose von Hautkrebs.

Teenager: Machen Videospiele dick?

Forscher sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

Tropische Zecken haben überwintert

Die Hyalomma-Zecke wurde in den vergangenen Tagen wieder in Deutschland gesichtet.

Wenig Obst und Gemüse macht krank

Falsche Ernährung könnte jährlich für Millionen Todesfälle verantwortlich sein.

DNA-Roboter bekämpfen Brustkrebs

Die Nanoroboter sind dazu in der Lage, Brustkrebszellen im Körper abzutöten.

Ist die menschliche Ausdauer begrenzt?

Eine Studie zeigt, warum Sportler nicht ständig neue Rekorde brechen können.

Alzheimer vorbeugen durch Zähneputzen

Offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen Alzheimer und Zahnfleischerkrankungen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen