Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Sozialer Jetlag macht dick

Aktuelles

Junge Frau, die müde schaut.

Wer ständig gegen seine innere Uhr lebt, schadet seiner Gesundheit.
© Benicce - Fotolia

Sa. 12. Mai 2012

Sozialer Jetlag macht dick

Sie sind abends nie müde, kommen am Morgen dafür aber auch nicht aus den Federn? Dann gehören Sie wahrscheinlich zu den vielen Langschläfern, die gegen ihre innere Uhr leben. Die Folge ist ein sozialer Jetlag. Dieser schadet der Gesundheit – und auch der Figur.

Anzeige

Wissenschaftler um Till Roenneberg von der Universität in München wiesen nach, dass Menschen, bei denen der soziale Jetlag stärker ausgeprägt ist, häufiger Übergewicht haben als Menschen, die im Einklang mit den äußeren Zeitvorgaben leben. Ein Leben gegen den eigenen Biorhythmus könnte zu der weit verbreiteten Fettleibigkeit beitragen, schreiben die Forscher online in der Zeitschrift Current Biology.

Schon länger ist bekannt, dass der soziale Jetlag weitreichende Folgen für die Gesundheit hat. So sind Langschläfer, bei denen der Wecker den Schlafrhythmus diktiert, chronisch übermüdet. Sie greifen häufiger zum Glimmstängel und trinken mehr Kaffee und Alkohol.

"Zwischen dem Timing der physiologischen und der sozialen Uhr besteht ein zunehmendes Missverhältnis", sagte Roenneberg. Arbeits- und Schulzeiten ignorieren, dass Menschen unterschiedlich getaktet sind. Zu dumm, dass den persönlichen Biorhythmus weitgehend die Gene bestimmen. Da Licht als Zeitgeber für die innere Uhr aber auch eine wichtige Rolle spielt, kann es Morgenmuffeln helfen, mehr Zeit im Freien zu verbringen. Wer in einem Büro arbeitet, sollte versuchen, sich an ein Fenster zu setzen, raten die Wissenschaftler.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

So tödlich ist Umweltverschmutzung

Durch verschmutzte Luft sterben mehr Menschen als durch Krankheiten und Kriege.

Stress ist so ungesund wie Fast Food

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Stress das Darmmikrobiom verändert.

Erkältung: viral oder bakteriell?

Ein neuer Marker könnte diese Unterscheidung in Zukunft erheblich vereinfachen.

Insulinpumpe nutzt jungen Diabetikern

Jugendliche Typ-1-Diabetiker haben bei dieser Art der Therapie weniger Komplikationen.

Omega-6-Fettsäuren schützen vor Diabetes

Bestimmte Fette könnten das Risiko für Typ-2-Diabetes senken.

124 Millionen Kinder sind fettleibig

Bereits in 5 Jahren könnte es mehr fettleibige als untergewichtige Kinder geben.

Sport hält zehn Jahre jünger

Sportler haben eine bessere Motorik und weniger Gesundheitsprobleme.

Fleisch erhöht Diabetes-Risiko

Dafür ist offenbar der hohe Gehalt an tierischem Eisen verantwortlich.

Nahrungsergänzung oft überdosiert

Viele Präparate für stillende Mütter überschreiten die Höchstmengen-Empfehlungen.

Sport schützt vor Depressionen

Schon eine Stunde Bewegung pro Woche reicht aus, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder leiden, wenn Mama schlecht schläft

Wenn Mütter unter Schlafproblemen leiden, überträgt sich das häufig auf die Kinder.

Waldnahes Wohnen beeinflusst Gehirn

Wer nahe am Wald wohnt, zeigt gesündere Hirnstrukturen und kann besser mit Stress umgehen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen