Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Alte Apfelsorten sind oft verträglicher

Aktuelles

Eine Großmutter beißt in einen Apfel, den ihr ihr Enkel hinhält

Alte Apfelsorten sind zwar oft saurer, dafür für Allergiker wesentlich verträglicher.
© lisalucia - Fotolia

Fr. 29. Juni 2012

Allergie: Alte Apfelsorten sind oft verträglicher

Mit Genuss in einen knackigen Apfel beißen: Viele würden es gern, vertragen es aber nicht. Etwa zwei bis vier Millionen Menschen in Deutschland reagieren allergisch auf Äpfel. Doch was Apfelfans schon lange wissen, gilt auch für Allergiker: Apfel ist nicht gleich Apfel. Manche Sorten sind verträglicher als andere.

Anzeige

Allergische Reaktionen werden einer deutschen Forschungsarbeit zufolge vor allem durch neu gezüchtete Sorten ausgelöst. Alte Apfelsorten seien dagegen für Allergiker verträglicher, schreiben die Forscher. Ursache dafür ist eine Stoffgruppe: die sogenannten Polyphenole. Sie wurden in vielen neuen Züchtungen verringert, da sie für einen säuerlichen Geschmack verantwortlich sind und Äpfel nach dem Anschnitt schneller bräunen lassen. "Polyphenole können das eigentliche Apfelallergen inaktivieren und somit verhindern, dass die allergieauslösenden Eiweißstoffe vom Körper aufgenommen werden", sagt Jürgen Zapp von der Hochschule Ostwestfalen-Lippe.

Für die Untersuchung waren verschiedene Apfelsorten von Allergikern als verträglich oder nicht-verträglich eingestuft und anschließend auf ihren Gehalt an Polyphenolen untersucht worden. Das Resultat: Alte Apfelsorten wie Eifeler Rambur, Roter Boskoop, Goldparmäne und Roter Eiserapfel, die für Allergiker verträglicher waren, besitzen einen deutlich höheren Polyphenol-Gehalt als Neuzüchtungen wie Braeburn, Golden Delicious oder Granny Smith, so der Lebensmitteltechnologe.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Parodontitis deutet auf Diabetes hin

Je schwerer die Entzündung, desto höher ist das Risiko für die Zuckerkrankheit.

Was bringt eine Testosteron-Therapie?

Forscher warnen: Dem Nutzen stehen auch Risiken gegenüber.

Fettes Essen schadet dem Körper sofort

Schon eine fettreiche Mahlzeit verändert den Zuckerstoffwechsel.

Was schützt wirklich vor Mückenstichen?

Forscher haben diverse Produkte zur Insektenabwehr getestet.

Malaria-Impfstoff erfolgreich getestet

Ein Impfstoff mit lebendigen Erregern verspricht einen vollständigen Schutz.

Vitamin D schützt vor Erkältung und Grippe

Eine regelmäßige Einnahme halbiert das Risiko für einen akuten Atemwegsinfekt.

Immuntherapie: Zwei Jahre sind zu wenig

Eine länger andauernde Behandlung lindert Heuschnupfen-Symptome besser.

Mittelmeerkost schützt das Herz

Vor allem eine Extraportion Olivenöl wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus.

Fischöl hilft bei allergischem Asthma

Für den positiven Effekt sind die Omega-3-Fettsäuren verantwortlich.

Sorgen Entzündungen für Depressionen?

Forscher haben einen neuen Ansatz zur Behandlung von Depressionen gefunden.

Woher kommen die Rückenschmerzen?

Durch einige Hinweise lässt sich eingrenzen, wo die Ursache für die Schmerzen liegt.

Warum Nüsse vor Darmkrebs schützen

Fünf Nusssorten haben eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen