Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Krebstherapie: Sanfte Berührungen helfen

Aktuelles

Asiatin im weißen Kittel

Fernöstliche Heilmethoden sollen den Fluss der Lebensenergie "Qi" harmonisieren, so auch die Berührungstherapie Jin Shin Jyutsu.
© naka - Fotolia

Do. 28. Juni 2012

Berührungstherapie: Jin Shin Jyutsu hilft Krebs-Patienten

Die jahrtausendealte asiatische Heilkunst Jin Shin Jyutsu kann helfen, häufige Nebenwirkungen von Krebstherapien wie Übelkeit, Stress und Schmerzen zu vermindern, berichten amerikanische Forscher. Die Philosophie dahinter ähnelt der der Akupunktur, statt mit Nadeln wird jedoch mit sanften Berührungen gearbeitet.

Anzeige

Für ihre Studie hatten die Forscher 159 Krebspatienten vor und nach jeder Jin Shin Jyutsu-Behandlung nach Symptomen wie Schmerz, Stress und Übelkeit befragt. Es zeigte sich, dass sich die Nebenwirkungen von Krebstherapien von der ersten Sitzung an verbesserten. Der positive Effekt war unabhängig von Alter, Geschlecht oder Krebsart, berichtet Jennifer Bradley, Jin Shin Jyutsu-Praktikerin am Krebszentrum der University of Kentucky. Ermutigend sei vor allem, dass die fernöstliche Heilmethode Krebspatienten während einer Krebstherapie helfe, ohne weitere Nebenwirkungen auszulösen, so Bradley.

Wie bei verwandten Heilmethoden der Traditionellen Chinesischen Medizin geht es beim Jin Shin Jyutsu darum, den Fluss der Lebensenergie "Qi" zu verbessern. Das Qi oder Ch'i als eine Art Lebenskraft, die den gesamte Kosmos durchdringt, stellt einen zentralen Bestandteil der fernöstlichen Lebensanschauung dar. Bei einer Jin Shin Jyutsu Sitzung berührt der Therapeut den bekleideten Patienten sanft an bestimmten energetischen Punkten des Körpers. Von ihnen gibt es 26 in doppelter Ausführung, also insgesamt 52. Dieser Prozess wird mit zusätzlichen Berührungen an den Fingern, Füßen, Oberarmen, der oberen Wade und den Unterschenkeln unterstützt und soll Blockaden im Fluss des Qi auflösen, so die Theorie.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Cannabidiol als Antibiotikum entdeckt

Die Substanz, die aus Cannabis gewonnen wird, wirkt sogar gegen resistente Bakterien.

Angst vor Essen macht krank

Wer viele Nahrungsmittel meidet, hat ein höheres Risiko für diverse Krankheiten.

Mit Joghurt gegen Darmkrebs

Schon zwei Portionen pro Woche könnten das Risiko deutlich senken.

Postnatale Depression betrifft auch Männer

Nicht nur Frauen können nach der Geburt ihres Kindes in ein Stimmungstief fallen.

Blutdrucksenker gegen Alzheimer?

Der Wirkstoff Nilvadipin verbessert offenbar die Hirndurchblutung.

Hautkrebs-Diagnose durch Computer?

Künstliche Intelligenz schlägt Ärzte bei der Diagnose von Hautkrebs.

Teenager: Machen Videospiele dick?

Forscher sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen.

Tropische Zecken haben überwintert

Die Hyalomma-Zecke wurde in den vergangenen Tagen wieder in Deutschland gesichtet.

Wenig Obst und Gemüse macht krank

Falsche Ernährung könnte jährlich für Millionen Todesfälle verantwortlich sein.

DNA-Roboter bekämpfen Brustkrebs

Die Nanoroboter sind dazu in der Lage, Brustkrebszellen im Körper abzutöten.

Ist die menschliche Ausdauer begrenzt?

Eine Studie zeigt, warum Sportler nicht ständig neue Rekorde brechen können.

Alzheimer vorbeugen durch Zähneputzen

Offenbar besteht ein Zusammenhang zwischen Alzheimer und Zahnfleischerkrankungen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen