Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Diabetes-Medikament zerstört Krebszellen

Aktuelles

Älterer Mann schluckt eine Tablette

Metformin, das normalerweise in der Diabetes-Behandlung eingenommen wird, könnte in Zukunft im Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs zum Einsatz kommen.
© Peter Maszlen - Fotolia

Mi. 20. Juni 2012

Metformin hilft bei Bauchspeicheldrüsenkrebs

Studienergebnisse spanischer Wissenschaftler lassen hoffen, dass das Diabetes-Medikament Metformin in Zukunft eine Waffe im Kampf gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs sein könnte. Die Forscher hatten das Medikament erfolgreich in vorklinischen Studien an Mäusen getestet.

Anzeige

Schon geringe Mengen an Metformin seien in der Lage, Krebsstammzellen zu zerstören, berichtet der Wissenschaftler Christopher Heeschen auf einer Krebskonferenz in den USA. Das Diabetes-Medikament führe zum Absterben der Tumorstammzellen, indem es ihren Stoffwechsel umprogrammiere. Differenzierte Krebszellen würden durch Metformin immerhin in ihrem Wachstum gehemmt. Darüber hinaus stellten die Forscher fest, dass Metformin in Kombination mit einer Standard-Chemotherapie, die bei Bauchspeicheldrüsenkrebs zum Einsatz kommt, noch potenter wirkt: Mit dieser Kombination gelang es, sowohl Krebsstammzellen als auch differenzierte Krebszellen, die den Großteil eines Tumors bilden, zu beseitigen.

Nach der Stammzell-Theorie handelt es sich bei Krebsstammzellen um bösartige Tumorzellen, die bei der Entstehung von Tumoren eine entscheidende Rolle spielen und zum Wachstum des Tumors beitragen. Sie stehen darüber hinaus im Verdacht, zu Metastasen und, da sie resistent gegenüber Standard-Chemotherapien sind, zu Rückfällen bei der Genesung zu führen. Eine Therapie, mit der diese Zellen erreicht werden, verbessere die Heilungschancen von Bauchspeicheldrüsenkrebs entscheidend, betonen die Forscher.

hh

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Wer meditiert, ist aufmerksamer

Davon profitieren sogar Personen, die zuvor noch nie meditiert haben.

Schlaf lindert Ängste und Sorgen

Die Tiefschlafphase ist offenbar wichtig für das emotionales Gleichgewicht.

Juckreiz belastet auch die Psyche

Patienten mit Hautkrankheiten leiden häufiger gleichzeitig unter Depressionen.

Krebs mit Methadon bekämpfen?

Im nächsten Jahr startet in Deutschland eine klinische Studie mit Patienten, die unter Dickdarmkrebs leiden.

Neue Therapie bei Mukoviszidose

Eine Kombination aus drei Wirkstoffen könnte den Ausbruch der Krankheit verhindern.

Zeitumstellung: Bis zu 8 Monate Probleme

Die halbjährliche Zeitumstellung wirkt sich stärker auf die Gesundheit aus als angenommen.

Neuer Antikörper gegen Grippeviren

Der Antikörper könnte als Vorlage für die Entwicklung eines universellen Impfstoffs dienen.

Beeinflusst Vitamin D die Muskelfunktion?

Bei einem Mangel an Vitamin D ist häufig auch die Muskelfunktion schlechter.

Herzinfarkt-Patienten werden immer älter

Heutzutage lässt sich einem Herzinfarkt besser vorbeugen als vor 20 Jahren.

Neue Medikamente gegen Migräne

Nicht alle Migränepatienten dürfen Triptane einnehmen.

Diese vier Dinge schützen vor Gicht

Mit einigen Maßnahmen lässt sich das Risiko für Gicht senken.

Antidepressiva in der Schwangerschaft

Einige Medikamente erhöhen offenbar das Risiko für Gestationsdiabetes.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen