Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Was Psoriasis und Wunden verbindet

Aktuelles

Mann liegt im Wasser und liest Zeitung.

Vielen Psoriasis-Patienten hilft ein Aufenthalt am Toten Meer in Israel, ihren Hautzustand vorübergehend zu verbessern.
© Andrey Pils - Fotolia

Fr. 22. Juni 2012

Neuer Therapieansatz für Psoriasis und chronische Wunden

Bei einer Schuppenflechte teilen sich Hautzellen rasant schnell, bei schlecht heilenden Wunden hingegen im Schneckentempo. In beiden Fällen spielt ein spezielles Eiweiß eine zentrale Rolle. Es könnte mögliche Wege zu neuen Therapien eröffnen.

Anzeige

Psoriasis-Patienten haben davon zu viel, Patienten mit Wundheilungsstörungen zu wenig: Die Rede ist von einem Eiweißmolekül mit dem Namenskürzel REG3A, dessen zentrale Bedeutung Wissenschaftler der Universität von Kalifornien nun entdeckt haben. REG3A bildet der Körper bei gesundem Hautzustand kaum, dafür aber in hohem Maße bei Patienten mit Schuppenflechte oder wenn Wunden heilen müssen. Blockiert man es, bessern sich zwar Psoriasisbeschwerden, aber es verlangsamt sich auch die Wundheilung.

Die Entdeckung eröffnet Wege für neue Therapiemöglichkeiten: einerseits für die Entwicklung von Arzneimitteln zur Behandlung der Schuppenflechte, die REG3A hemmen, ohne die körpereigenen Immunabwehr zu schwächen, wie es die zurzeit gegen Psoriasis eingesetzten Medikamente tun. Zum anderen könnten Medikamente, die REG3A anregen, über die gesteigerte Zellteilung die Wundheilung fördern.

MP

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Abnehmen: Auf diese Mahlzeit kommt es an

Wann und wie häufig wir essen, spielt bei einer Diät eine wichtige Rolle.

Impfung gegen Mückenspucke im Test

Die Impfung könnte vor Malaria, Gelbfieber und Zika schützen.

Führen Antibiotika zu Geburtsfehlern?

Einige Wirkstoffe könnten dem ungeborenen Baby schaden.

Aortendissektion wird oft nicht erkannt

Die Symptome ähneln denen eines akuten Herzinfarktes.

Beugen Darm-Viren Typ-1-Diabetes vor?

US-Forscher finden einen Virenstamm, der das Diabetes-Risiko verringert.

Warum bei Diabetes die Zähne leiden

Eine neue Studie zeigt einen bisher unbekannten Zusammenhang.

Versteckte Viren verstärken MS

Herpesviren lösen Multiple Sklerose nicht aus, können aber den Verlauf beeinflussen.

Hände verraten viel über Selbstkontrolle

Wie man sich entscheidet, ist oft schon vorher an den Händen zu erkennen.

Bauernhoftiere schützen vor Allergien

Der Kontakt mit Tieren nimmt positiven Einfluss auf die Aktivität des Immunsystems.

Pflanzenfarbstoff hilft bei Entzündungen

Lutein wirkt entzündungshemmend. Das kann besonders bei einigen Formen der koronaren Herzkrankheit nützen.

Diabetes: Schlafapnoe schadet den Augen

Nächtliche Atemaussetzer können innerhalb weniger Jahre das Augenlicht gefährden.

Gürtelrose: Herz-Kreislauf-Risiko steigt

Die Viruserkrankung belastet den Kreislauf - gerade bei jüngeren Menschen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen