Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Kleinkinder vor Hitze schützen

Aktuelles

Mutter mit Kleinkind am Strand

Wenn Eltern mit ihren Kleinkindern an den Strand wollen, dann sollten sie lieber die Morgen- oder Abendstunden wählen. Während der Mittagszeit ist es zu heiß.
© Techniker Krankenkasse

Fr. 27. Juli 2012

Kleinkinder vor Hitze schützen

An besonders heißen Tagen sollten Familien möglichst viel Zeit in kühlen Innenräumen verbringen – zumindest während der Mittagszeit. Kleinkinder sowie Säuglinge brauchen längere Zeit, bis ihr Körper sich an eine höhere Umgebungstemperatur anpassen kann.

Babys benötigen in Relation zur Größe mehr Flüssigkeit als Erwachsene. Im Vergleich zum Körpervolumen haben sie zudem eine größere Körperoberfläche, sodass sie mehr Wärme aufnehmen können. "Wenn dann die Körpertemperatur zu schnell steigt, können die 'Kühlungssysteme' des Körpers, wie zum Beispiel die Verdunstungskälte durch Schweiß, versagen", erklärt Dr. Hermann Josef Kahl vom Berufsverband der Kinder‐ und Jugendärzte (BVKJ).

Anzeige

Eine hohe Luftfeuchtigkeit kann zusätzlich die Verdunstung vermindern, sodass ein gefährlicher Hitzestau droht. Nimmt ein Kind Medikamente ein, sollten Eltern den Kinder‐ und Jugendarzt fragen, ob dies die Fähigkeit des Körpers, sich zu akklimatisieren, beeinträchtigt.

Konzentrierter oder wenig Urin kann beim Baby ein Warnzeichen für zu wenig Flüssigkeitsaufnahme sein. Schwitzt es, so sollten Eltern es an einen kühleren Ort bringen. Ein Ventilator in der Nähe des Babys ist jedoch nicht geeignet, da er schneller zur Austrocknung führt. Im Auto – besonders in der prallen Sonne – darf ein kleines Kind nie alleine bleiben, denn dort kann die Temperatur im Innenraum schnell auf bis zu 70 Grad steigen, was für kleine Kinder lebensgefährlich ist. Auch geöffnete Fenster können die Hitzeentwicklung nicht sicher verhindern, warnt Kahl.

Er rät bei Hitzewellen allgemein: "Viel trinken, noch bevor sich der Durst entwickelt!" Des Weiteren lassen helle, leichte und luftige Kleidung aus Baumwolle oder Seide, kühle Duschen, Waschungen und/oder Fußbäder zwischendurch tropische Temperaturen leichter ertragen.

BVKJ

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Stress ist so ungesund wie Fast Food

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Stress das Darmmikrobiom verändert.

Erkältung: viral oder bakteriell?

Ein neuer Marker könnte diese Unterscheidung in Zukunft erheblich vereinfachen.

Insulinpumpe nutzt jungen Diabetikern

Jugendliche Typ-1-Diabetiker haben bei dieser Art der Therapie weniger Komplikationen.

Omega-6-Fettsäuren schützen vor Diabetes

Bestimmte Fette könnten das Risiko für Typ-2-Diabetes senken.

124 Millionen Kinder sind fettleibig

Bereits in 5 Jahren könnte es mehr fettleibige als untergewichtige Kinder geben.

Sport hält zehn Jahre jünger

Sportler haben eine bessere Motorik und weniger Gesundheitsprobleme.

Fleisch erhöht Diabetes-Risiko

Dafür ist offenbar der hohe Gehalt an tierischem Eisen verantwortlich.

Nahrungsergänzung oft überdosiert

Viele Präparate für stillende Mütter überschreiten die Höchstmengen-Empfehlungen.

Sport schützt vor Depressionen

Schon eine Stunde Bewegung pro Woche reicht aus, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder leiden, wenn Mama schlecht schläft

Wenn Mütter unter Schlafproblemen leiden, überträgt sich das häufig auf die Kinder.

Waldnahes Wohnen beeinflusst Gehirn

Wer nahe am Wald wohnt, zeigt gesündere Hirnstrukturen und kann besser mit Stress umgehen.

Milchersatz-Produkte haben zu wenig Jod

Das Spurenelement findet sich nur in sehr geringer Menge in Soja-, Mandelmilch und Co.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen