Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Mit Gold und Tee gegen Prostatakrebs

Aktuelles

Nahaufnahme einer Teepflanze

Wirkstoffe aus Teeblättern binden gern an Tumorgewebe in der Prostata.
© lomography4 - Fotolia

Di. 17. Juli 2012

Nanopartikel aus Gold und Tee zerstören Prostatakrebs

Ein Krebsmittel aus winzigen Goldpartikeln und einer Substanz aus Teeblättern soll wirksamer gegen Prostatakrebs helfen als aktuelle Therapien und dabei den Körper weniger belasten. Das sagen Wissenschaftler der Universität von Missouri in Columbia, USA.

Anzeige

Bei dem Therapeutikum handelt es sich um winzige Arzneimittelteilchen, sogenannte Nanopartikel. Bei ihren Versuchen fanden die Forscher heraus, dass die aus Teeblättern gewonnene Substanz von Tumorzellen in der Prostata angezogen wird. Sie verknüpften die Nanopartikel daraufhin mit radioaktiven Gold-Bestandteilen, die wie bei einer Bestrahlung die Tumorzellen zerstören.

Derartig zielgerichtet sorgen die kleinen Partikel dafür, dass die Wirkung im Tumor stattfindet, weniger in gesunden Körperzellen. Durch bessere Zielgenauigkeit lässt sich wiederum die Strahlenbelastung reduzieren. So reichen Goldpartikel mit kurzer Strahlungsdauer völlig aus, um den Krebs rasch zu verkleinern oder gar zu vernichten. Wird die Substanz in die betroffene Region gespritzt, kann sie das Tumorgewebe nicht verlassen. Bei dieser Therapiemethode sind nur noch ein bis zwei Injektionen nötig, um ausreichend hohe Wirkspiegel zu erreichen – sonst sind es Hunderte.

Meist schreitet Prostatakrebs nur langsam voran. Wenn es sich jedoch um eine schnell wachsende, aggressivere Form handelt, kann gar nicht schnell genug gehandelt werden. Allerdings bleibt abzuwarten, ob die Methode ihre Überlegenheit auch bei Menschen zeigen kann. Die bisherigen Ergebnisse stammen allesamt von Versuchen mit Mäusen.

Fw

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

Neue Art von Schwindel entdeckt

Viele Patienten könnten von einer vorbeugenden Behandlung profitieren.

Färbetablette hilft bei Darmkrebs-Diagnose

Durch die Tablette werden Polypen bei einer Darmspiegelung besser erkannt.

Die Geheimnisse der Darmflora

Forscher haben untersucht, welche Faktoren sich auf die Vielfalt der Darmbakterien auswirken.

Durchfall: E.coli trifft Blutgruppe A stärker

Der Durchfallkeim ist für einige Menschen gefährlicher als für andere.

Fisch schützt vor Herzkrankheiten

Arten, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, stehen am besten zweimal pro Woche auf dem Tisch.

Ehe: Streit schadet der Gesundheit

Spannungen mit dem Partner wirken sich negativ auf die Gesundheit aus.

Depression häufig bei Hashimoto

Depressionen und Angst können mit einer Erkrankung der Schilddrüse zusammenhängen.

Darm: Joghurt dämpft Entzündungen

Möglicherweise könnte dieser Effekt helfen, Darm-Erkrankungen vorzubeugen.

Antibiotika verändern, wie Impfungen wirken

Die Medikamente greifen offenbar in den Aufbau der Immunabwehr ein.

Ingwer lindert Erbrechen bei Kindern

Eine Studie zeigt einen guten Effekt der asiatischen Wurzel bei Magen-Darm-Infekt.

Darmflora mischt bei Arteriosklerose mit

Bestimmte Darmbakterien sind offenbar an der Entstehung der Arterienverkalkung beteiligt.

Kohlenhydrate bei Diabetes minimieren?

Forscher haben einen alten Ansatz für die Therapie von Typ 1-Diabetes aufgegriffen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen