Sie sind in: Startseite Aktuelles Forschung Mit Weihrauch gegen Entzündungen

Aktuelles

Weihrauchharz

Der aus der katholischen Kirche bekannte Weihrauch entsteht beim Verbrennen von Weihrauchharz, das aus dem Stamm des Weihrauchbaumes gewonnen wird.
© Pixelot - Fotolia

Do. 19. Juli 2012

Mit Weihrauch gegen Entzündungen

Seit der Antike gehört der aromatische Duft des Weihrauches zu vielen religiösen Zeremonien. Doch Weihrauch kann mehr als nur intensiv riechen. Es enthält Substanzen, die Entzündungen hemmen. Pharmazeuten der Universität Jena haben nun aufgeklärt, wie genau Weihrauch gegen Entzündungen wirkt.

Anzeige

Weihrauch bezeichnet das getrocknete Harz des Weihrauchbaumes, der in Afrika und Indien wächst. Das Harz tritt aus, wenn die Rinde des Baumes angeritzt wird. "Das Harz enthält entzündungshemmende Substanzen, sogenannte Boswelliasäuren", sagt Professor Oliver Werz von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Er und sein Team hatten untersucht, wie diese Boswelliasäuren in Entzündungsprozesse eingreifen – und erstaunt festgestellt: Sie hemmen Entzündungen sogar potenter und nebenwirkungsärmer als manch gängiges Schmerzmittel.

Boswelliasäuren greifen an einem Enzym an, das an der Herstellung entzündungsfördernder Stoffe beteiligt ist. Das Enzym wird dabei blockiert und typische Entzündungsreaktionen wie Schmerzen und Fieber somit unterbunden.

Vorstellbar wäre der Einsatz der Substanzen aus dem Weihrauchharz bei Erkrankungen wie Asthma, Rheuma oder Neurodermitis. Jedoch lassen sich die Boswelliasäuren nur äußerst schwer künstlich herstellen und auch die natürliche Ausbeute ist mager, da Weihrauchbäume selten sind. Hinzu kommt, dass nicht jede Weihrauchart große Mengen dieser Substanz produziert. Besonders konzentriert kommt sie in Boswellia papyrifera aus Äthiopien, Somalia, Jemen und Oman vor.

FW/FH

Der aponet.de-Newsletter

Sie interessieren sich für aktuelle Gesundheits-Nachrichten? Probieren Sie das kostenfreie Newsletter-Abonnement von aponet.de und verpassen Sie keine Meldung mehr.

Forschung

Aktuelle Meldungen aus dieser Rubrik

So tödlich ist Umweltverschmutzung

Durch verschmutzte Luft sterben mehr Menschen als durch Krankheiten und Kriege.

Stress ist so ungesund wie Fast Food

Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Stress das Darmmikrobiom verändert.

Erkältung: viral oder bakteriell?

Ein neuer Marker könnte diese Unterscheidung in Zukunft erheblich vereinfachen.

Insulinpumpe nutzt jungen Diabetikern

Jugendliche Typ-1-Diabetiker haben bei dieser Art der Therapie weniger Komplikationen.

Omega-6-Fettsäuren schützen vor Diabetes

Bestimmte Fette könnten das Risiko für Typ-2-Diabetes senken.

124 Millionen Kinder sind fettleibig

Bereits in 5 Jahren könnte es mehr fettleibige als untergewichtige Kinder geben.

Sport hält zehn Jahre jünger

Sportler haben eine bessere Motorik und weniger Gesundheitsprobleme.

Fleisch erhöht Diabetes-Risiko

Dafür ist offenbar der hohe Gehalt an tierischem Eisen verantwortlich.

Nahrungsergänzung oft überdosiert

Viele Präparate für stillende Mütter überschreiten die Höchstmengen-Empfehlungen.

Sport schützt vor Depressionen

Schon eine Stunde Bewegung pro Woche reicht aus, wie eine neue Studie zeigt.

Kinder leiden, wenn Mama schlecht schläft

Wenn Mütter unter Schlafproblemen leiden, überträgt sich das häufig auf die Kinder.

Waldnahes Wohnen beeinflusst Gehirn

Wer nahe am Wald wohnt, zeigt gesündere Hirnstrukturen und kann besser mit Stress umgehen.

Einen Überblick über alle Nachrichten bekommen Sie auf aponet.de unter Aktuelles.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen